Leitfähigkeitsmessung der Batterie

In 15 Sekunden den Zustand der Bleibatterie ermitteln

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Häufige Fragen zur Leitwertmessung

Woher bekomme ich den Referenzwert?

Gibt der Hersteller keinen Referenzwert an und ist dieser in entsprechenden Tabellen nicht zu finden, muss dieser selbst ermittelt werden (diese Methode wird empfohlen). Dabei ist wichtig, dass der Leitwert mit der gleichen Gerätetechnologie ermittelt wird wie auch später im Feld. Nur so lassen sich vergleichbare Ergebnisse erzielen. Der zuverlässigste Weg ist die Leitfähigkeitsmessung zirka 90 Tage nach der Erstinstallation im Online-Betrieb. Dann weist die Batterie ihre maximale Kapazität auf. Ist dieses nicht möglich gewesen, so empfiehlt sich die Leitfähigkeitsmessung vor einem Kapazitätstest und nach der erneuten, vollständigen Aufladung der Batterie.

Warum Temperaturmessung vor der Leitfähigkeitsmessung?

Die Leitfähigkeit einer Zelle/eines Blocks ist erheblich von der Temperatur abhängig. Um Messungen miteinander vergleichen zu können, müssen diese unabhängig von der Temperatur, bzw. alle auf dieselbe Temperatur von 20°C bezogen sein. Es ist also eine Temperaturkompensation der gemessenen Leitwerte notwendig, die vom Messgerät selbst ausgeführt werden sollte. Im Messgerät wird dann die aktuelle Batterie-Temperatur eingegeben. Eine berührungslose Temperaturmessung ist mit einem Infrarot-Sensor oder einer Wärmebildkamera leicht durchführbar.

Warum ist gute Polverbindung bei der Leitfähigkeitsmessung notwendig?

Die Leitfähigkeit einer Zelle/eines Blocks ist sehr hoch. Sie liegt im Allgemeinen zwischen einigen 100 und einigen 1000 Siemens. Die gemessenen Innenwiderstände liegen also im mΩ- bis μΩ-Bereich. Die Zuleitungswiderstände bis zu den Prüfspitzen werden zwar durch die angewendete vier-Pol-Messung kompensiert, ein schlechter Übergangswiderstand zwischen Prüfspitzen und Pol kann sich dennoch bis zu einem gewissen Grad im Messergebnis niederschlagen.

Duraprobe vier-Pol-Kontakt zur Widerstandskompensation (Archiv: Vogel Business Media)

Um eine möglichst gute Wiederholgenauigkeit zu erreichen, sind die Prüfspitzen federnd gelagert (konstanter Anpressdruck). Die sicherste Kontaktierung ergibt sich an weichen Polmaterialien (Blei) und geputzten nicht korrodierten Polen. Die Verbinder zwischen den Zellen/Blöcken sowie Edelstahlschrauben auf den Polen eignen sich wegen der resultierenden geringen Kontaktfläche nicht so gut wie die Bleipole.

Um vergleichbare Messwerte zu erhalten, ist es wichtig die einmal gefundene Kontaktfläche bei jeder Messung immer wieder zu verwenden. Falls der Übergangswiderstand von Pol zum Verbinder selbst gemessen werden soll, z.B. um eine lockere Verschraubung aufzuspüren, besteht die Möglichkeit dieses durch Doppelmessung pro Zelle/Block simultan durchzuführen, indem man die Prüfmethode „Block + Verbinder“ im Messgerät wählt.

Können auch alte Batteriestränge getestet werden?

Mit einer entsprechenden Vorgehensweise ist es möglich, auch alte Batterieanlagen mittels Leitwertmessung zu beurteilen. In Verbindung mit einem (letzten) Kapazitätstest wird der ursprüngliche Startleitwert ermittelt, daraus ergibt sich der Grenzleitwert, der den Hinweis auf den Austausch der Batterie gibt. Besonders interessant ist, dass dann zielsicher Batterien gleicher Qualität (Restkapazität) zusammenstellbar sind, ohne dass pauschal alle Batterien entsorgt werden müssen. Entsprechend lässt sich die Leitwertmessung als Qualitätskontrolle für neue Batterien einsetzen.

Werden auch Notlicht- und Sicherheitsanlagen abgedeckt?

DIN VDE 0108/10.89 Teil 1 bzw. EN 50171 (Anforderungen für Sicherheitsbeleuchtung) schreibt für die Batterien vor: „Jährlicher Betriebsdauertest außerhalb der Betriebszeit“. Dies ist praktisch ein Entladetest. Hier kann die Leitwertmessung ergänzend eingesetzt werden um zusätzliche Informationen über die Batterieanlage zu erfassen. Schwache Batterien lassen sich in der Garantiezeit zielsicher identifizieren. Für bestimmte Anlagen (z.B. Kerntechnische Anlagen) ist u.a. die Prüfung der Übergangswiderstände der Verbinder vorgeschrieben. Dies ist mit einem Leitwerttester sehr einfach und zuverlässig möglich.

Wie werden die Daten verwaltet?

Die im Lieferumfang enthaltene Software PowerSure ist eine Datenbank, die alle relevanten Batteriedaten wie Leitwert, Spannung, Temperatur und, wenn separat erfassbar, den Säurewert verwaltet. Die Organisation der Daten nach Kunde, Standort, Anlage, Strang und Batterie ist einfach und übersichtlich. Durch diese Datenbank werden die selbst geführten Excel-Tabellen und Spannungsgrafiken überflüssig.

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