Erhöhte Verfügbarkeit und Transparenz in der Produktion

Herausforderung Cyber-Physical Systems

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Kompetenz-Kooperationen mit Beruf- und Technikerschule

Eines der Kooperationsvorhaben zielt auf die Stärkung der Beziehungen zwischen beruflicher und universitärer Lehre und Forschung sowie deren gegenseitigen Verbesserung und Bereicherung ab. Hierzu kooperieren der Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme der TU München, die Technikerschule - München und die Berufsschule für Fertigungstechnik - München.

Der Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme (AIS) ist an der Fakultät für Maschinenwesen die ausgewiesene Lehrstätte für alle Studierenden im Grundstudium der Ingenieurwissenschaften durch die Lehrveranstaltungen Informationstechnik 1 und 2 sowie den zugehörigen praktischen Übungen. Auf Basis der dort vermittelten Grundlagen werden in den weiterführenden Veranstaltungen den Studierenden weitreichende Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen der Softwareentwicklung, Automatisierungstechnik, Simulationstechnik, Modellierung und Entwicklungsmethodik vermittelt. Zur besseren Vermittlung von Forschungsinhalten wurden und werden forschungsnahe Themen innerhalb der Lehrveranstaltungen eingebunden.

Die Berufsschule für Fertigungstechnik (BSFT) ist eine große, traditionsreiche Berufsschule der Landeshauptstadt München und seit vielen Jahrzehnten Kompetenzzentrum für die industriellen und handwerklichen Metallberufe in der Fertigungstechnik, seit 1998 auch für die Mechatronik. Als aufgeschlossener Kooperationspartner in der dualen Berufsausbildung weit über die Münchner Stadtgrenzen hinaus, ist die BSFT in der Lage seine Lehrinhalte laufend den technologischen, strukturellen und auch konjunkturellen Gegebenheiten dieses Wirtschaftszweigs anzupassen.

Die Technikerschule München bildet geeignete Facharbeiterinnen und Facharbeiter aus den Berufen der Maschinenbau-, Metallbau-, Informatik und Elektrotechnik zu Staatlich geprüften Technikerinnen und Technikern aus. Die Schule qualifiziert Fachschülerinnen und Fachschüler dazu, ihren neuen beruflichen Aufgaben in der mittleren Führungsebene verantwortungsvoll und kompetent gerecht zu werden. Die Absolventinnen und Absolventen sollen neben der Zugangsberechtigung für ein Studium grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten für den weiteren beruflichen Aufstieg lernen und zukünftig Einblicke in die aktuellsten Techniken aus den Hochschulen bekommen.

Die Inhalte der Kompetenz-Kooperation

Die in 2010 begonnene Kooperation beschäftigt sich mit dem Themenfeld der Entwicklungsmethodik der Automatisierungstechnik. Da in diesem Feld am Lehrstuhl AIS neue Möglichkeiten für eine toolgestütze, modulare Programmierweisen für automatisierte Anlagen geschaffen und untersucht werden, war von Seiten der BSFT großes Interesse vorhanden mehr über diese neuen Ansätze zu erfahren. In einem Workshop im Dezember 2010 wurden einer Gruppe von Berufsschullehrern der BSFT die neuen Ansätze aus aktuellen Forschungsprojekten vermittelt.

Umgekehrt wurden von Seiten der Berufsschullehrer typische Problemstellungen der Ausbildungstätigkeit vorgetragen. Auf Basis dieses Austausches wurde die Zusammenarbeit zur Erprobung und Vermittlung der Ansätze an Auszubildenden beschlossen.

In den anschließenden Monaten haben die Kooperationspartner in gemeinsamen Treffen verschiedene Lehr- und Untersuchungsansätze diskutiert und diese unter Berücksichtigung philologischer und ingenieurwissenschaftlicher Grundsätze vorangetrieben. Um sowohl wissenschaftlich fundierte Ergebnisse sowie eine möglichst didaktisch wertvolle Durchführung im Rahmen der Ausbildung zu gewährleisten, wurde eine mehrstufige Heranführung an die neuen Programmierweisen geplant. Hierfür wurden zwei zweitägige Seminare zur methodischen Entwicklung modularer Software für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) mit der Entwicklerumgebung CoDeSys V3.3 bzw. der Entwicklerumgebung CoDeSys V3.3 mit UML-Unterstützung entwickelt.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:31915290)