Rund zwei Drittel des industriellen Stromverbrauchs entfallen auf elektromotorisch angetriebene Maschinen. Durch konsequente Nutzung moderner Frequenzumrichter zur bedarfsgerechten Regelung der Motordrehzahlen könnte die deutsche Wirtschaft jährlich 27 Mrd. kWh einsparen. Erstes Ziel der Energiewende ist die höhere Energieeffizienz und die Balance zwischen erneuerbaren und fossilen Energienquellen.
Bis zum Jahr 2022 sollen alle deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet sein. Die Planungen der Bundesregierung umfassen außerdem die Entwicklung neuer Energiespeicher, den Ausbau der Netze, die Verbesserung konventioneller Kraftwerke als Brückentechnologie und vor allem die Steigerung der Energieeffizienz.
(Bild: BMU)
„Höchste Zeit, dass sich was ändert!“ - unter diesem Motto steht die aktuelle Kampagne des Bundesumweltministeriums zur Energiewende. Die Energiewende steht für den Aufbruch in das Zeitalter der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Sie wird weiter zügig und kontinuierlich Schritt für Schritt umgesetzt, aber es bleibt noch viel zu tun.
Zum Jahresbeginn 2013 startete die neue „Mittelstandsinitiative Energiewende“, eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Mittelstandsinitiative wird die Unternehmen des Mittelstands mit fachkundiger Information und Expertise rund um die Energiewende unterstützen.
Für den Erfolg der Energiewende und den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland ist es unverzichtbar, dass mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen die vielfältigen Chancen nutzen, die sich durch die Energiewende eröffnen, konstatiert das Bundesumweltministerium. Viele Unternehmen und Betriebe haben gezielten Informations- und Qualifikationsbedarf, um weitere Energieeinsparpotenziale zu heben und ihre Energieeffizienz zu verbessern.
Mit dem Start der Initiative wurde eine vom DIHK und vom ZDH getragene Servicestelle „Mittelstandsinitiative Energiewende“ eingerichtet. Dort können sich mittelständische Unternehmen ab sofort über Förder- und Beratungsmöglichkeiten vor Ort informieren. Zudem wird die Servicestelle künftige Projekte der Initiative koordinieren. Um die zahlreichen Informations- und Beratungsangebote flächendeckend zugänglich zu machen, wurde ein Online-Portal (siehe InfoClick) eingerichtet. Teil der Initiative ist auch ein direkter Dialog mit dem Mittelstand über die Chancen und Herausforderungen der Energiewende.
Drehzahlgeregelte Elektroantriebe
Nach Beschluss der Bundesregierung soll die Energieversorgung Deutschlands bis zum Jahr 2050 überwiegend durch erneuerbare Energien gewährleistet werden. Dies erfordert den grundlegenden Umbau der Energieversorgungssysteme und eine stärkere Hebung der Energieeffizienz, beispielsweise in elektrischen Antrieben.
Ein Stichwort ist hier die EU-Motorenverordnung M640/2009. Ab 2015 dürfen Motoren mit einer Leistung größer als 7,5 kW nur noch mit der Energieeffizienzklasse IE3 in Verkehr gebracht werden oder alternativ Motoren der Effizienzklasse IE2 plus elektronische Drehzahlregelung und ab 2017 gilt das für alle Elektromotoren.
Entwickler legen ihre Maschinen in der Regel auf das Worst-case-Szenario aus, wodurch diese aber oft überdimensioniert sind. Dies führt dazu, dass sie auch dann unter Volllast laufen, wenn dies nicht erforderlich ist und somit unnötig Energie verbraucht wird. Das Einsparpotenzial ist enorm, wie das Beispiel eines großen Chemiestandorts in Deutschland zeigt. Rund 12.000 Antriebe sind dort in den Produktionslinien im Einsatz.
80% davon sind Pumpen und Lüfter mit einem Hauptleistungsbereich zwischen 22 und 45 kW. Doch nur bei 10% handelt es sich um drehzahlgeregelte Antriebe, also mit Frequenzumrichtern ausgestattete Elektroantriebe. Kämen sie konsequent zum Einsatz, ließen sich allein an diesem Standort 15 Mrd. kWh im Jahr sparen, was rund 1,2 Mrd. € entspricht.
Karl-Heinz Kemmerich, Kemmerich Elektromotoren: „Etwa bei Pumpen wird durch den Einsatz von Maschinen mit Umrichtern an turbinengetriebenen Generatoren ein erhebliches Potenzial erschlossen, da diese den erzeugten Strom direkt ins Netz rückspeisen können.“
(Bild: Kemmerich Elektromotoren)
Solche Frequenzumrichter entwickelt beispielsweise die Gummersbacher Kemmerich Elektromotoren GmbH & Co. KG, die seit 35 Jahren unter anderem auch Netzumformer (zum Beispiel von 50 auf 60 Hz), Sonder-High-Speed-Motoren, Spindel- und Hauptspindelmotoren sowie Stillstands- und Torqemotoren herstellt.
Als Ingenieurbüro leistet das mittelständische Unternehmen auch Beratungsdienste von der Machbarkeitsstudie, Entwicklung und Konstruktion per CAD-System über Montage und Testläufen bis hin zur Inbetriebnahme. In seinen Antriebslösungen berücksichtigt der Antriebsspezialist ganz besonders die speziellen Kundenanforderungen im Bereich SPS und trägt damit zur Energieeinsparung und Kostensenkung bei.
Stand: 08.12.2025
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