PwC-Analyse Europäische Autobranche muss massiv in Batterie-Wertschöpfung investieren

Quelle: dpa

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In Europas Fabriken entstehen rund 30 Prozent der weltweit verkauften Elektroautos. Doch bislang werden hier nur 10 Prozent der benötigten Batterie gefertigt. Angesichts der rasant wachsenden Nachfrage müssten Milliarden investiert werden, um die europäische Batteriezellfertigung schneller hochzuziehen.

Europas Elektroautobauer verbauen zum Großteil Batterien, die aus Fernost stammen. Um hier unabhängiger zu werden, sind massive Investitionen nötig.
Europas Elektroautobauer verbauen zum Großteil Batterien, die aus Fernost stammen. Um hier unabhängiger zu werden, sind massive Investitionen nötig.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Mit dem Hochlauf der E-Mobilität muss Europa bis 2030 nach Einschätzung der Unternehmensberatung PwC 74 Milliarden Euro in die Batteriezellfertigung und die Produktion von Rohmaterialien investieren. Die Nachfrage nach Batterien werde bis dahin jedes Jahr um 35 Prozent steigen, sagte Jörn Neuhausen, Direktor bei der Beratung Strategy& im PwC-Firmennetzwerk. Die Wertschöpfungskette werde heute aber von China dominiert. „Vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen muss man nicht nur von einer Chance, sondern auch von einer Notwendigkeit für eine größere europäische Batteriezellproduktion sprechen.“

In Europa werden den Angaben nach heute fast 30 Prozent der E-Autos gebaut. Trotzdem „werden hier nur 10 Prozent der weltweiten Batteriezellen hergestellt, weniger als 1 Prozent der weltweiten aktiven Materialien (Graphit, Nickel, Lithium, Mangan und Kobalt) produziert und circa 1 Prozent dieser aktiven Materialien verarbeitet“, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten PwC-Studie.

Von 0,5 uf 3,6 Terawattstunden in acht Jahren

Im Jahr 2030 dürften demnach 42 Millionen E-Autos verkauft werden – 19 Millionen davon in China, 12 Millionen in Europa. Weil auch die Batterien in den Autos stärker würden, dürfte die Nachfrage weltweit von heute 0,5 auf 3,6 Terawattstunden Kapazität steigen. Davon entfalle gut ein Viertel auf Europa. Die notwendigen Investitionen in Europa bezifferte PwC bis 2030 auf 18 Milliarden Euro für die Materialproduktion und 56 Milliarden für die Zellproduktion.

Die Nachfrage nach den wichtigsten Materialien – vor allem Lithium, Nickel und Graphit – werde „rasant anwachsen“, schreibt Neuhausen. „Um die europäische Supply Chain für Batterien zu stärken, ist neben dem Aufbau von Gigafactories die Installation von großen Anlagenkapazitäten zur Vorbereitung der notwendigen Batterie-Materialien empfehlenswert.“ Auf dem europäischen Markt gebe es derzeit viele Akteure mit jeweils kleinen Marktanteilen. „Wir gehen mittelfristig von Konsolidierungen und Zusammenschlüssen aus.“

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