Dosieranlagen für die Schutzlackierung

Dosieren mit dem kontaktlosen Jet-Verfahren in Wechselrichterfertigung

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Punktgenaues Applizieren des Materials durch Jetten

Funktionsprinzip des DispenseJet Ventil (Archiv: Vogel Business Media)

Besonders bewährt für diese Anwendungen haben sich die Jet-Ventile, welche mit einer Pulsweitenmodulation und unterschiedlichen Möglichkeiten der Ansteuerung die Flexibilität in der Praxis wesentlich erhöhen. Je nachdem mit wie vielen Impulsen das Ventil angesteuert wird, können Punktgröße und auch Schichtstärke den individuellen Anforderungen angepasst werden. Alternativ sind durch eine entsprechend hohe Ansteuerfrequenz auch komplexe Geometrien, Linien oder große Flächen mit hoher Geschwindigkeit beschichtbar.

Mit dem Jet Ventil wird das Medium kontaktlos, ähnlich einem Tintenstrahldrucker, übertragen (Archiv: Vogel Business Media)

Das Ventil wird in diesem Fall mit konstanter Geschwindigkeit verfahren und mit einer zuvor festgelegten Frequenz angesteuert. Gemäß dem vorprogrammierten Verfahrweg werden konstant und kontaktlos einzelne Punkte des Beschichtungsmaterials auf die Oberfläche der Baugruppe aufgetragen. Punktdurchmesser und -abstand lassen sich über die Software so einstellen, dass die sich berührenden Punkte eine homogene und gleichmäßige Schutzschicht ergeben.

Auch bei den vorherigen Produktionsschritten innerhalb der Zellfertigung gibt es zahlreiche Prozesse, bei denen flüssige oder pastöse Medien präzise appliziert werden müssen. Hierbei kann es sich beispielsweise um die Dosierung von Ätzpasten zur Kantenisolation oder um den Auftrag von leitfähigen Klebstoffen handeln. Bei den sogenannten Konzentratorzellen wird Halbleiterfläche eingespart und der Wirkungsgrad erheblich verbessert, indem das Sonnenlicht mit Linsen auf einen kleinen Bereich konzentriert wird.

Vor der Endmontage wird eine Flüssigabdichtung automatisiert in die Gehäusenuten appliziert (Archiv: Vogel Business Media)

Am fertigen Modul werden die Anschlussleitungen der Zellstrings in der Regel mit elektrischen Anschlussdosen versehen. Um hier die Herstellungskosten zu reduzieren und den Ablauf sinnvoll zu automatisieren, bietet es sich an, vor der Endmontage eine Flüssigabdichtung automatisiert in die Gehäusenuten zu applizieren.

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