Obsoleszenzmanagement COGD expo 2026: Obsoleszenzmanagement unter Hochdruck

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Am 1. Juli 2026 bringt die COGD expo im CongressForum Frankenthal Experten und Anwender zusammen. Im Fokus stehen praxiserprobte Strategien gegen Bauteilabkündigungen, Lieferkettenausfälle und wachsende Versorgungsrisiken.

Die COGD expo 2026 findet am 1. Juli im CongressForum Frankenthal statt.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die COGD expo 2026 findet am 1. Juli im CongressForum Frankenthal statt.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Abgekündigte Bauteile, unterbrochene Lieferketten, eingeschränkter Zugang zu Rohstoffen und Substanzen, verschärfte Umweltauflagen, nicht mehr updatefähige Software und Cyberangriffe auf Produktionsprozesse: Die Risiken, denen Elektronikunternehmen im Obsoleszenzmanagement begegnen, sind vielfältiger und schwerer kalkulierbar geworden. Der Non-Profit-Industrieverband COGD (Component Obsolescence Group Deutschland) e.V. reagiert darauf mit seiner COGD expo 2026, die am 1. Juli 2026 von 9 bis 17 Uhr im CongressForum Frankenthal stattfindet.

22 Mitgliedsfirmen und Kooperationspartner präsentieren an diesem Tag Produkte, Strategien und Services rund um professionelles Obsoleszenzmanagement. Das Spektrum reicht von datenbasierten Analyse- und Monitoring-Tools über Beschaffungsstrategien und resiliente Supply-Chain-Ansätze bis hin zu Lifecycle-Services, Testing, Langzeitlagerung und praxiserprobten Umsetzungskonzepten für Entwicklung und Produktion. Unter den Ausstellern sind unter anderem Accuris, Amsys, Asteelflash Germany, btv technologies, Converge, factronix, Rochester Electronics, RoodMicrotec, SiliconExpert, Sourceability und Würth Elektronik eiSos.

Drei Expertenvorträge mit Praxisbezug

Ergänzt wird die Veranstaltung durch drei Fachvorträge. Mike Pepping, Head of In-Service Support & Digitalization bei Rheinmetall Air Defence, beschreibt den Aufbau eines professionellen Obsoleszenzmanagements aus Anwendersicht. Lars Kiera, Geschäftsführer von RTS Electronic, erläutert, wie das Sourcing über unabhängige Lieferanten funktioniert. Dieter Paatsch, Spezialist für Bauteilmanagement und Produktkonformität bei Festo, referiert über neue Herausforderungen in volatilen Märkten. Grundlage ist ein mit KI-Unterstützung erstelltes sozioökonomisches Langzeitprognosemodell, das künftige Lieferkettenszenarien bis hin zu massiven dauerhaften Störungen abbilden kann.

Reaktiv reicht nicht mehr

COGD-Vorstandsvorsitzender Axel Wagner macht den Handlungsdruck deutlich: „Wenn man bedenkt, dass bei besonders langlebigen Geräten und Anlagen schon heute mitunter über 50 Prozent der über den gesamten Produktlebenszyklus anfallenden Gesamtkosten direkt oder indirekt auf Obsoleszenzen zurückzuführen sind, gleicht so ein Vorgehen fast schon russischem Roulette.“ Noch immer unterschätzten manche Marktteilnehmer, dass im schlimmsten Fall ein einziges fehlendes Bauteil existenzbedrohende Auswirkungen haben könne.

Ziel der Veranstaltung ist es, Manager, Einkäufer und Entwickler für einen präventiven und strategischen Umgang mit Obsoleszenzrisiken zu sensibilisieren – und ihnen dafür innerhalb eines Tages den direkten Dialog mit Experten aus unterschiedlichen Bereichen des Obsoleszenzmanagements zu ermöglichen. Die Teilnahme ist aus Kapazitätsgründen auf vorherige Anmeldung beschränkt. Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2026. Registrierung und weitere Informationen unter www.cog-d.de(sb)

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