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Drei Mechanismen für den Lastausgleich
Für einen zuverlässigen Betrieb bieten die FieldPower-Netzteile drei Mechanismen, die einen Lastausgleich bewirken: Regeldifferenz, Stromgrenze und Load-Share-Bus.
Generell überzeugen die Konzepte 3 und 4 durch hohe Anlagenflexibilität, Erweiterbarkeit und Versorgungssicherheit bei geringem Spannungsfall. Auf diese Weise werden moderne Anlagen modular und dezentral konzipiert:
- Parallelschaltung und Lastausgleich mit Regeldifferenz
Lasten, Leitungslängen und Anlagenstrukturen sind selten exakt symmetrisch. Dies verursacht eine ungleiche Auslastung der Netzteile, insbesondere wenn diese nur geringe Regeldifferenzen aufweisen. Diese Eigenschaft wird bei klassischen Netzteilen durchaus als Vorteil angesehen – in dem hier beschriebenen Wirkzusammenhang ist es aber kontraproduktiv. Die PowerBox 10P SNT weist eine vergrößerte Regeldifferenz von 0,5 V im Bereich von 0 bis 5 A aus und schafft somit automatisch einen Basis-Lastausgleich.
- Parallelschaltung und Lastausgleich mit einer Stromgrenze von 5,3 A
Tritt eine statische Überlastung auf, so wechselt PowerBox 10P SNT in die Strombegrenzung von 5,3 A. Wird ein Strombedarf von ≥ 5,3 A abgerufen, dann regelt das Netzteil automatisch seine Spannung herunter und die benachbarten Netzteile übernehmen einen größeren Anteil von der Gruppenlast.
- Parallelschaltung und Lastausgleich mit Load-Share-Bus
Die PowerBox 10P SNT-Netzteile sind mit zusätzlichen Anschlüssen für eine optionale Load-Share-Regelung ausgestattet. Durch einfache Parallelverdrahtung mit einer Zweidrahtleitung werden die Ausgangsströme der Netzteile angeglichen. Dadurch werden alle Netzteile im Nennbereich betrieben und die Leistungsreserven (Power-Boost) stehen in vollem Umfang zur Verfügung.
Weitere Merkmale zur Versorgungssicherheit:
- Power-Boost: Bei Lastspitzen steht für 300 ms der doppelte Nennstrom zur Verfügung. Energie für einen weiteren Boost steht so bereits nach einer Erholungszeit von 1,3 s in vollem Umfang zur Verfügung. Speisen beispielsweise sechs Netzteile in das DC-Netzwerke ein, so werden statisch 30 A bereitgestellt – für Lastspitzen ist hingegen eine Versorgung bis 60 A möglich. Damit können DC-Motoren gestartet, kapazitive Lasten eingeschaltet und auch Sicherungsautomaten für den Elektronikschutz (Z-Charakteristik ) zuverlässig ausgelöst werden.
- Zwei-Phasen-Betrieb: Auch im primärseitigen Störungsfall, d.h. bei Ausfall einer Phase der 400-V-Versorgung, stellen die PowerBox 10P SNT-Netzteile ihre Versorgungsleistung sicher zur Verfügung. (Im Zwei-Phasen- und Stromgrenzbetrieb, d.h. bei max. Last von 5 A, steht Power-Boost nicht zur Verfügung).
Dezentrale DC-Netzwerke, die auf PowerBox 10P SNT basieren, zeichnen sich also durch eine hohe Verfügbarkeit und Anlagensicherheit aus, da sich die Netzteile mit ihren Mechanismen gegenseitig unterstützen.
*Ulrich Trapp ist Portfoliomanager FieldPower, Weidmüller Interface
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