Kienbaum-Studie

Unternehmen verschenken das Potenzial ihrer Mitarbeiter als Markenbotschafter

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Die Employer-Branding-Strategie zu implementieren, wird Chefsache

Die Geschäftsführung in immer mehr Unternehmen unterstützt aktiv die Implementierung ihrer Employer-Branding-Strategie. In vielen Unternehmen ist diese Aufgabe Teamarbeit: Neben dem Personalbereich, der Unternehmenskommunikation und dem Personalmarketing nimmt inzwischen in der Hälfte der befragten Unternehmen die Geschäftsführung eine bedeutende Rolle ein.

„Es geht darum, Mitarbeiter für ihre Rolle als Markenbotschafter fit zu machen und die Employer-Brand-Botschaften weiter zu entwickeln. Deswegen ist es wichtig, dass das Employer Branding als eine nachhaltige Führungsaufgabe verstanden wird und vom Management eine Markenidentität vorgelebt wird, um so das Mitarbeiterverhalten positiv zu beeinflussen“, sagt Bethkenhagen.

Neue Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt der Internal-Branding-Aktivitäten

Viele Unternehmen legen den Schwerpunkt ihrer internen Employer-Branding–Maßnahmen auf das Einarbeiten von neuen Mitarbeitern: Rund 60 Prozent der Firmen messen dem Onboarding-Prozess eine besonders große Bedeutung bei, um die eigene Arbeitgebermarke zu transportieren.

Neue Mitarbeiter sollen die Werte und Kultur des Unternehmens von Anfang an leben, um so ein Höchstmaß an Motivation, Engagement und Eigeninitiative zu erreichen.

Jedoch hat nur gut ein Drittel der für die Studie befragten Unternehmen Instrumente entwickelt, um ihre Mitarbeiter dauerhaft für die Arbeitgebermarke zu sensibilisieren. Außerdem gibt es lediglich in 13 % der Firmen sogenannte Exitgespräche, in denen der Personalverantwortliche das Gespräch mit dem ausscheidenden Mitarbeiter sucht. Auch das Potenzial von Alumninetzwerken für Employer Branding nutzen nur 22 % der Unternehmen.

Firmen analysieren Online-Arbeitgeberbewertungsportale, um Erfolge zu messen

Viele Unternehmen nutzen mittlerweile in erster Linie Rankings und Onlinemedien, um zu kontrollieren, ob ihre Employer-Branding-Aktivitäten erfolgreich sind: 70 % der Firmen ziehen ihre Positionierung in Arbeitgeberrankings als Kriterium heran, um den Erfolg ihrer Employer-Branding-Strategie zu messen.

63 % überprüfen regelmäßig ihr Standing in Online-Arbeitgeberbewertungsplattformen. Darüber hinaus ziehen gut die Hälfte der Unternehmen verschiedene Branchenbenchmarks, etwa zum Krankenstand oder der Mitarbeiterfluktuation, heran, um Erfolg oder Misserfolg ihrer Arbeitgebermarken-Strategie zu messen.

Für die Kienbaum-Studie "Internal Employer Branding" wurden 234 Personalverantwortliche aus Unternehmen aller Größen befragt.

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