Anbieter zum Thema
Sogar Fernsteuerung wäre möglich
Der Primärleiter in der Fahrbahn könnte darüber hinaus ein Steuersignal übertragen, mit dem das Auto auf der virtuellen Schiene ferngesteuert werden könnte. Das Prinzip ist von der „Carrera“-Modellautorennbahn bekannt, funktioniert aber auch berührungslos und ohne Schlitz in der Fahrbahndecke.
Der Übertragungsverlust ist bei der Induktion mit rund 10% gering und hängt ganz entscheidend vom Abstand zwischen Fahrbahn und Fahrzeug ab. Die optimale Distanz könnte mithilfe eines aktiven Fahrwerks und optoelektronischer Messverfahren automatisch eingeregelt werden.
Im Serieneinsatz würde ohnehin ein Steuerungssystem erforderlich sein, das den Ladevorgang nur dann aktiviert, wenn per Sensor zweifelsfrei festgestellt wurde, dass sich tatsächlich auch ein Elektroauto über dem Induktionsfeld befindet. Das gilt gleichermaßen für das Parken wie das Fahren, wobei die Straße aufgrund des hohen Wirkungsgrades des Systems nur abschnittsweise mit Induktionsschleifen versehen werden müsste. Die exakte Identifikation eines bestimmten Fahrzeugs (beispielsweise per Funkchip) ist auch für ein korrektes Abrechnungsverfahren unverzichtbar. Daran arbeitet die IAV ebenfalls.
Elektromotoren für den Einsatz im Automobil optimieren
Die IAV forscht aber nicht nur an der Stromversorgung, sondern beschäftigt sich auch intensiv mit der Verbesserung des Elektromotors für das Automobil. Die E-Maschine ist zwar durch den Einsatz in Straßenbahnen oder Elektrogeräten bewährt und ausgereift, könnte und sollte aber für das Automobil umfangreich optimiert werden.
Zu den Entwicklungszielen gehört unter anderem, das Motorgewicht und das Bauvolumen zu verringern, die Leistungsausbeute bei gleichem oder sogar geringerem Energiebedarf zu erhöhen, die Leistungsverluste im Antriebsstrang durch Getriebe oder Antriebswellen zu reduzieren (beispielsweise durch „Radnabenmotoren“) und die Fertigung kostengünstiger zu gestalten.
(ID:318133)