Anwender erwarten Bedienung wie auf dem Smartphone
Viele Highend-MCUs verfügen heute serienmäßig über 512 kB SRAM. Dies reicht zur Ansteuerung einfacher statischer GUIs, die nur einen Bildspeicher benötigen, oftmals aus. Oder auch für GUIs, die nur 8 Bit pro Pixel bei der Farbauswahl und kleinere Bildschirme mit geringer Auflösung verwenden.
Der Trend weist jedoch eindeutig in eine andere Richtung: Endanwender erwarten auf der GUI ihres Embedded-Systems die gleiche Erfahrung, die sie mit ihren Lieblings-Apps auf ihren Smartphones haben. Unternehmen haben darüber hinaus ein Interesse daran, dass eine GUI ihre Markenidentität hervorhebt – sie sehen darin eine Möglichkeit, die Kundenbindung zu erhöhen.
Bildergalerie
Das Ansteuern einer ansprechenden grafischen Benutzeroberfläche kann mehrere Bildpuffer, Layer-Overlays und größere Farbtiefen erfordern. Letzteres gilt besonders dann, wenn die Grafik in der Applikation fotorealistisch sein soll oder genau einer bestimmten Markenfarbe entsprechen soll. Diese beiden Anwendungen überschreiten damit den integrierten Speicher fast jeder erhältlichen MCU. Somit ist zusätzlicher Speicher außerhalb der MCU erforderlich. Neben einer für die Applikationen passenden Kapazität muss dieser Daten schnell lesen und schreiben können.
Für diese Aufgabe bietet sich asynchrones SRAM an. Diese Speichererweiterung stellt Kapazitäten von typisch 8 MByte zur Verfügung und lässt sich auch relativ einfach einbinden – nämlich mit nicht-gemultiplexten Adressleitungen und Pin-Belegungen, die zu den externen Parallel-Ports vieler MCUs kompatibel sind. Entwickler müssen aber beim Einsatz von externem SRAM Kompromisse eingehen: Erstens ist die Speicherkapazität begrenzt – 8 MByte ist für viele grafikintensive Anwendungen nicht ausreichend. Zweitens sind die Stückkosten für den Speicher oft höher als für die MCU. Drittens benötigen die Memory-Bausteine viel Platz auf der Leiterplatte (Printed Circuit Board, PCB).
Viele MCUs bieten heute eine SDRAM-Schnittstelle, die sich zum Übertragen von Grafikdaten eignet. Meistens unterstützt sie Speicherkapazitäten von 8 bis 16 MByte. SDRAMs sind leicht erhältlich und kostengünstiger als externes SRAM. Dieses kommt allerdings ohne regelmäßiges Auffrischen der Speicherzellen aus. 8 MByte sollten als untere Grenze betrachtet werden. Einige GUI-Anwendungen wie die Fotoverzerrungs-Demo überschreiten diese Grenze.
Hohe Bus-Taktraten erschweren das Schaltungsdesign
Auch die Auslegung der Leiterplatte spielt beim Einsatz von SDRAM-Speicher eine wichtige Rolle. Busse, die mit 120 MHz und mehr getaktet sind, stellen hohe Anforderungen unter anderem hinsichtlich elektromagnetischer Verträglichkeit, Signaldämpfung, Übersprechen.
Für bestimmte Anwendungen mit End-to-End-SDRAM-Designs haben sich Leiterplatten mit sechs Lagen bewährt. Externer Hochleistungsspeicher kann bis zu vier zusätzliche Lagen in einem Embedded-PCB-Design erfordern und somit auch an dieser Stelle höhere Kosten für die Stückliste des Gesamtsystems verursachen. Die Leistungsfähigkeit von SDRAM kann ein weiteres Problem sein. Übliche 100-MHz-/16-Bit-Busse erreichen theoretisch Datenübertragungsraten von maximal 200 MByte/s. Ein WVGA-Display mit einer Auflösung von 800 x 480, einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz und einer Farbtiefe von 16 Bit pro Pixel erfordert bereits einen Datendurchsatz von 46 MByte/s.
Eng wird es, wenn eine CPU oder eine GPU die Bildberechnung übernimmt und zusätzlich Overlays erstellt werden – was für Embedded-Grafik-MCUs immer selbstverständlicher wird. Ein solches Design überlastet ein SDRAM-basiertes System schnell. Entwickler geraten angesichts des Trends zu einer mit Smartphones vergleichbaren Nutzererfahrung unter Druck. Sie benötigen eine Systemarchitektur mit höherer Rechenleistung, Speicherdichte und -Performance.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.