RGB-LEDs

Neue Lösungen für den Beleuchtungsmarkt

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Mehr Flexibilität durch Sekundäroptiken

Eine Eigenschaft dieser SMD-Bauformen ist die breite Abstrahlcharakteristik. Diese liegt in den meisten Fällen bei 120°. Bei den High Power LEDs lässt sich der Winkel mittels einer Sekundäroptik verkleinern und das Licht somit bündeln, falls dies die Applikation erfordert. Hier ist es wichtig, auf eine spezielle Optik zurückzugreifen, die die Farbmischung der drei Chips optimal darstellen kann. Lösungen hierzu bietet zum Beispiel die Firma Polymer Optics an. Eine Standardoptik für weiß leuchtende LEDs ist hier ungeeignet, da diese Optiken nicht in der Lage sind, eine Mischfarbe darzustellen. Es entsteht der Effekt, dass die drei Chips nur als Punkte bzw. Einzelfarben sichtbar sind.

Ein weiterer Vorteil des High-Power-Produktes ist, dass sich alle drei Chips jeweils einzeln ansteuern lassen. An der Ober- und Unterseite des Gehäuses befinden sich jeweils zusätzliche Pads zur besseren Wärmeabfuhr vom Gehäuse.

Bild 4: Thermische Widerstände eine 3-Chip-LED (Archiv: Vogel Business Media)

Für das RGB-High-Power-Gehäuse und den Reflektor wird der Hochleistungs-Kunststoff Polyphtalamid verwendet. Dieser sorgt für einen guten Oberflächen-Reflektionsgrad und hält hohen Temperaturen sowie UV-Licht stand. Das Leadframe (Trägermaterial) besteht aus Kupfer, das den geringsten thermischen Widerstand hat (Bild 4).

Kreatives Licht mit dem Computer steuern

Bild 5: In der Designphase eines RGB-High-Power-Produktes werden thermische Simulationen durchgeführt. Diese helfen unter anderem, die Hitzebständigkeit des Gehäuses zu prognostizieren. (Archiv: Vogel Business Media)

In der Designphase eines RGB-High-Power-Produktes werden thermische Simulationen durchgeführt. Diese helfen unter anderem, die Hitzebständigkeit des Gehäuses zu prognostizieren. (Bild 5)

Wie bereits beschrieben, gibt es vielfältige Möglichkeiten und Ansatzpunkte im Beleuchtungsmarkt für RGB-LEDs. Diese sind meist individuelle Lösungen. Gerade in der Architektur- und Ambientebeleuchtung gibt es durch die LED gestalterische Freiheiten wie beispielsweise eine DMX (Digital Multiplex)-gesteuerte Barbeleuchtung. Hier kann der Anwender mittels eines von ihm festgelegten Farbprogramms kreative Effekte und Farbübergänge.

Bereits mit wenigen RGB-High-Power-LEDs lässt sich so eine homogene und räumliche Ausleuchtung erzielen. Die Ansteuerung der LEDs kann aber auch per Fernbedienung, über den Computer oder über ein zentrales Management erfolgen – als Akzentbeleuchtung im eigenen Heim oder im Restaurant, im Wellnessbereich eines Hotels oder aber als Effektbeleuchtung in einer Bar oder Diskothek. Die Zukunft hat bereits begonnen, und die RGB-Lösungen mit LEDs sorgen für eine flexible und gestalterisch einfache Durchführung.

*Anton Sonneveld ist Product Marketing Manager bei Avago Technologies.

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