Gastkommentar Nachhaltigkeit – der Gegenentwurf zur geplanten Obsoleszenz
Das Thema geplante Obsoleszenz ist derzeit in aller Munde. Und was im Bereich der Konsumgüter bereits als stillschweigender Konsens vieler Produzenten gilt, wird mittlerweile auch bei den Industriegütern diskutiert: die geplante, verbaute oder auch nur billigend in Kauf genommene verkürzte Lebensdauer von Geräten.
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Minderwertige Rohstoffe und unzureichende Verarbeitung senken die Kosten und schaffen neuen Spielraum für die Gewinnspanne. Der Verlierer dieser Rechnung ist der Anwender. Doch ist der Anwender wirklich nur Opfer? Nein, denn wer billig will und seine Entscheidungen ausschließlich über den Preis trifft, der hat es schwer, Gehör zu finden, wenn er sich nach dem Kauf über mangelnde Qualität beschwert.
Nachhaltigkeit gegen die Veralterung
Der Begriff Obsoleszenz, laut dem Duden die „Veralterung“ eines Produktes, klingt wie die Essenz unserer schnelllebigen Zeit, in der der Fortschritt im Sekundentakt stattfindet. Es ist uns von Schulz-Electronic ein Anliegen, dass wir der Obsoleszenz den Begriff der Nachhaltigkeit entgegen setzen. Nachhaltigkeit muss für Premiumanbieter eine tragende Säule der Unternehmensphilosophie sein. Alles beginnt mit Ehrlichkeit und Verantwortung. Das heißt, dass Produkteigenschaften offen kommuniziert und Kundenwünsche realisiert werden. Schulz-Electronic kooperiert ausschließlich mit Herstellern, die unsere Wertvorstellungen teilen.
Geräte, auf die jahrelang Verlass ist
Über allem steht die Haltbarkeit / Verfügbarkeit eines Produktes. Unsere Partner bauen Geräte, auf die man sich über Jahre hinweg verlassen kann und die auch unter schwierigsten klimatischen Bedingungen einwandfrei funktionieren. Das älteste sich noch in Betrieb befindende Stromversorgungsgerät, das von Schulz-Electronic geliefert wurde, ist ein E 060-6 Delta Elektronika aus dem Jahre 1976. Das niederländische Unternehmen ist ein Musterbeispiel für Nachhaltigkeit. Delta-Elektronika übernimmt nahezu alle Entwicklungs- und Produktionsschritte in Eigenregie. Das beginnt mit dem Wickeln der Trafos und geht über die Blechbearbeitung bis hin zur Klima geführten Lagerung der Bauteile und einem intensiven Burn-in der fertigen Geräte.
Customizing mit Garantie
Und was geschieht, wenn Geräte aus dem Katalog in einer gegebenen Situation beim Kunden nicht gut nutzbar sind oder es sogar unmöglich ist, sie einzusetzen? Diese Kunden schicken wir nicht weg. Vielmehr bemühen wir uns, die Nutzbarkeit von Geräten auch bei speziellen Anforderungen zu gewährleisten. Das kann beispielsweise bedeuten, dass wir die Anschlüsse von der Rückseite des Geräts auf die Vorderseite verlegen – selbstverständlich mit dem „Segen“ des Herstellers. Customizing mit Garantieleistung ist das Stichwort.
Reparieren statt neu kaufen
Ist ein Gerät defekt, werden Kunden heutzutage oft mit der Aussage, das Gerät sei ja schon recht betagt, zum Kauf eines neuen Modells animiert. Diese Haltung passt nicht zu unseren Werten. Wir bemühen uns gemeinsam mit unseren Partnern darum, wenn es wirtschaftlich Sinn macht, durch eine Reparatur die Funktionstüchtigkeit wiederherzustellen.
Hoher Wirkungsgrad senkt Betriebskosten
Eine weitere Facette von Nachhaltigkeit ist die Energieeffizienz. Bei Stromversorgungsgeräten wird sie über den Wirkungsgrad gemessen. Schon wenige Prozente mehr Wirkungsgrad resultieren für den Anwender in spürbar niedrigeren Betriebskosten. Neben der Verlässlichkeit ist der Wirkungsgrad einer der wichtigsten Faktoren bei Dauerbetrieb und großen Leistungen und geht ein in die „Total Cost of Ownership“.
Obsoleszenz ist ein Fremdwort für uns
Wer diese Kostenrechnung anstellt, wird feststellen, dass gute Geräte, die bei der Anschaffung mehr kosten, über einen Zeitraum von zehn Jahren und mehr am Schluss die Gewinner sind.
Um es nochmal auf den Punkt zu bringen: „Obsoleszenz ist ein Fremdwort für uns!“
* Stefan Dehn ist Vertriebsleiter bei der Schulz-Electronic GmbH in Baden-Baden.
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