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Die Datenkonvertierung entfällt
So ist hier von vornherein die Streaming-Engine von der Anzeige getrennt und die Daten werden in verschiedenen binären Rohformaten auf Platte gespeichert, um keine kostbare Rechenzeit mit der Datenkonvertierung zu verschwenden. Der Lohn für diese aufwändige Software-Architektur besteht in einem maximalen Datendurchsatz, der auch mit direkt programmierten und handoptimierten Anwendungen in C++ nicht besser sein kann.
Im Inneren der SB6-Engine befinden sich verschiedene Datencaches, die eine optimale Nutzung der Bus-Übertragung sowie des Festplattenarrays erlauben. Zusammen mit dem sehr großen On-Board-Speicher der Karten, der komplett als Daten-FIFO genutzt werden kann, kann so das Maximum aus der Hardware herausgeholt werden.
Mit einem Handelsüblichen Supermicro Server und 6 Platten im RAID0 Verbund konnten hiermit ohne Probleme mehr als 380 MB/s von zwei Messkarten aufgezeichnet werden. Mit diesem System können 4 Kanäle mit einer Auflösung von 8 Bit und 100 MS/s für mehrere Minuten auf Festplatte gespeichert werden.
Sonderbehandlung für Segmente

In vielen Anwendungen mit wiederkehrenden Signalen, wie bei Radar oder Ultraschall, werden nicht alle Daten benötigt, sondern nur definierte Segmente um die Triggerereignisse herum. Hierzu kann der Modus „Multiple Recording“ verwendet werden, der diese Daten mit einer sehr geringen Triggertotzeit hintereinander aufzeichnet.
Kombiniert werden kann dieser Modus mit zusätzlichen Timestamps, die den genauen Zeitpunkt des Triggerereignisses aufzeichnen sowie mit dem ABA-Modus bei dem zusätzlich zwischen den Triggerereignissen kontinuierlich mit langsamer Abtastrate Daten aufgezeichnet werden. Die Professional Version von SBench6 unterstützt eine eigene segmentierte Darstellung der Daten, die es erlaubt auf einzelne Segmente zuzugreifen und auch den Zeitbezug zwischen den Segmenten darzustellen. Zusätzlich können die langsam aufgezeichneten ABA-Daten mit im Signal dargestellt werden.
Eine lebendige Software
SBench 6 ist unter ständiger Weiterentwicklung. Bei Spectrum wird die Software für die Entwicklung und den Test der Hardware sowie in der Produktion für sämtliche Ausgangstests verwendet. Es kommen ständig neue Features, neue Berechnungsfunktionen, sowie neue Im- und Exportfilter hinzu und vorhandene Bugs werden eliminiert. Updates sind dabei für den Kunden kostenlos und können wie eine Demoversion von der Homepage heruntergeladen werden.
Als spezialisierter Hersteller mit einem sehr engen Kontakt zu Kunden und Partnern ist Spectrum offen für Vorschläge und Wünsche bezüglich neuer Features. Anstatt eine komplette eigene Software zu entwickeln, kann es für potenzielle Anwender interessanter sein, für seine Anwendung fehlende Berechnungen oder Features direkt in SBench 6 integrieren zu lassen.
*Oliver Rovini ist Technischer Leiter bei Spectrum in Grosshansdorf.
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