EMS-Tag 2026 Lieferfähigkeit beginnt lange vor der Fertigung

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Fehlende Bauteile, kurzfristig veränderte Bedarfe und unklare Auftragslagen erschweren die Planung für EMS‑Unternehmen. Markus Renner und Andreas Janele zeigen beim EMS-Tag, wie mehr Transparenz in der Supply Chain hilft, Probleme früher zu erkennen.

Der EMS-Tag findet am 1. Oktober 2026 im Vogel Convention Center in Würzburg statt.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Der EMS-Tag findet am 1. Oktober 2026 im Vogel Convention Center in Würzburg statt.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Eine gut organisierte Fertigung allein garantiert noch keine Lieferfähigkeit. Fehlt ein kritisches Bauteil oder ändern sich Bedarfe kurzfristig, geraten Materialplanung, Fertigung und Termine schnell unter Druck. Für EMS wird deshalb entscheidend, Risiken entlang der gesamten Auftragskette frühzeitig zu erkennen.

Markus Renner beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit Materialwirtschaft, Auftragssteuerung und Supply Chain in der Elektronikfertigung. Als Geschäftsführer von Perzeptron berät er insbesondere EMS-Unternehmen und kennt die Zusammenhänge zwischen Materialverfügbarkeit, Fertigungsplanung, ERP-Daten und betrieblichen Prozessen.

Markus Renner beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit Materialwirtschaft, Auftragssteuerung und Supply Chain in der Elektronikfertigung.(Bild:  Perzeptron)
Markus Renner beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit Materialwirtschaft, Auftragssteuerung und Supply Chain in der Elektronikfertigung.
(Bild: Perzeptron)

Beim EMS-Tag zeigt er, wie Prozessdaten genutzt werden können, um Engpässe, Rückstände und ungenutzte Potenziale sichtbar zu machen. Entscheidend ist dabei eine zentrale Frage: Welche Aufträge können mit dem vorhandenen Material tatsächlich produziert werden – und welche sollten priorisiert werden?

Transparenz allein reicht nicht

Wie sich diese Informationen im Alltag nutzen lassen, zeigt Andreas Janele von Krüger & Gothe. Als Mitglied der Geschäftsleitung verantwortet er Einkauf und Auftragsdisposition. Der EMS betrachtet Auftragsstatus, Materialversorgung und Fertigungsabläufe möglichst durchgängig, um kritische Entwicklungen früher zu erkennen und Prioritäten besser setzen zu können.

Andreas Janele ist Mitglied der Geschäftsleitung der Krüger & Gothe GmbH in Staßfurt und verantwortet die Bereiche Einkauf und Auftragsdisposition. (Bild:  Krüger & Gothe)
Andreas Janele ist Mitglied der Geschäftsleitung der Krüger & Gothe GmbH in Staßfurt und verantwortet die Bereiche Einkauf und Auftragsdisposition.
(Bild: Krüger & Gothe)

Gleichzeitig braucht es eine enge Abstimmung mit den Kunden. Realistische Bedarfsplanung, frühzeitige Kommunikation und eine gemeinsame Sicht auf Risiken können verhindern, dass Versorgungssicherheit erst dann zum Thema wird, wenn ein Bauteil bereits fehlt.

Markus Renner und Andreas Janele zeigen am 1. Oktober beim EMS-Tag in Würzburg, wie EMS-Unternehmen ihre Supply Chain transparenter machen und gemeinsam mit ihren Kunden verlässlicher steuern können. Bereits am Vorabend, dem 30. September, bietet die Networking-Veranstaltung Gelegenheit, mit den Referenten und weiteren Branchenvertretern ins Gespräch zu kommen und sich über Lieferkettensicherheit, Transparenz und die Zukunft mittelständischer Unternehmen auszutauschen. (sb)

Event-Tipp

Das Managementtreffen für die EMS-Branche

Der EMS-Tag gilt als eines der wichtigsten Managementtreffen der Branche, bei dem aktuelle Veränderungen, erfolgversprechende Strategien, generelle Managementfragen und wichtige technologische Entwicklungen in der Elektronikwelt analysiert und diskutiert werden. Das Programm bietet praxisorientierte Vorträge und interessante Einblicke in den EMS-Markt.

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