Security Cybersicherheit in der Logistik wird Chefsache

Von Margit Kuther 2 min Lesedauer

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Die hohe Vernetzung in der Logistik ist Segen und Fluch zugleich. Mit der Effizienz steigen auch Bedrohungen für die Datensicherheit. Eine Befragung von Sophos zeigt, wie die Branche ihre Sicherheitsstrategien professionalisiert – und warum Cyberschutz zunehmend Chefsache wird.

Hacker: Cybersecurity in der Logistik wird immer wichtiger.(Bild:  TheDigitalArtist /  Pixabay)
Hacker: Cybersecurity in der Logistik wird immer wichtiger.
(Bild: TheDigitalArtist / Pixabay)

Wo früher Papier, Telefon und Fax reichten, fließen heute Datenströme zwischen Lagern, Fahrzeugen und Partnern rund um den Globus. Damit wächst nicht nur die Effizienz, sondern auch die Abhängigkeit von sicheren IT-Infrastrukturen. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass Cybersicherheit kein Randthema ist, sondern Teil strategischer Unternehmensführung.

Cybersicherheit wird in der Logistik zunehmend zur Chefsache

Fast drei Viertel der befragten Logistikunternehmen sehen Cybersicherheit inzwischen als strategisch wichtig an – sowohl im eigenen Betrieb als auch entlang der Lieferkette. Die Erkenntnis, dass Schutzmaßnahmen nicht nur technische, sondern auch geschäftskritische Bedeutung haben, ist in der Branche angekommen. Entscheidungen zur IT-Sicherheit werden heute immer häufiger direkt auf Geschäftsführungsebene getroffen.

Effizient digital vernetzt, aber zunehmend verwundbar

Rund 68 Prozent der Unternehmen sind bereits digital mit Kunden oder Lieferanten verbunden, fast 30 Prozent sogar weltweit. Mehr als die Hälfte nutzt über 50 digitale Schnittstellen wie Cloud-Dienste, Partnerportale oder APIs. Diese enge Vernetzung steigert die Effizienz und Transparenz, eröffnet aber zugleich neue Einfallstore für Angriffe.

Sicherheitsstrukturen verankert, Anfälligkeit bleibt dennoch

Viele Betriebe haben bereits reagiert und setzen auf technische wie organisatorische Sicherheitsmaßnahmen. 63 Prozent verfügen über Backup-Strategien, 61 Prozent schulen regelmäßig ihre Mitarbeitenden, und mehr als die Hälfte nutzt externe Security-Services oder SOC/SIEM-Lösungen. Dennoch bleibt eine gewisse Anfälligkeit bestehen, vor allem, wenn Sicherheitskonzepte nicht regelmäßig überprüft und an aktuelle Bedrohungslagen angepasst werden.

Cybersicherheit als fortlaufende Managementaufgabe

Die Befragung macht deutlich, dass Cybersicherheit in der Logistik bereits zu einer strategischen Daueraufgabe geworden ist. Viele Unternehmen haben die technischen Grundlagen geschaffen, stehen nun aber vor der Herausforderung, Sicherheit als kontinuierlichen Prozess über alle Geschäftsentscheidungen und Abteilungsgrenzen hinweg dauerhaft und zuverlässig zu etablieren.

Was Logistikunternehmen jetzt tun sollten

  • Cybersicherheit als festen Bestandteil der Unternehmensstrategie verankern,
  • Führungskräfte aktiv in Schulungen und Kommunikation einbinden,
  • Sicherheitsüberprüfungen und Notfalltests regelmäßig durchführen,
  • Partner und Lieferanten in Sicherheitskonzepte einbeziehen,
  • IT-Systeme, Prozesse und Richtlinien kontinuierlich an neue Bedrohungen anpassen.

Digitalisierung und Sicherheit im Gleichschritt

„Die Branche hat den richtigen Kurs eingeschlagen. Digitalisierung und Sicherheit werden zunehmend gemeinsam gedacht“, sagt Michael Veit, Sicherheitsexperte bei Sophos. „Um den wachsenden Bedrohungen standzuhalten, ist es sinnvoll, Management, IT und operative Bereiche noch enger zu vernetzen. Eine gelebte Sicherheitskultur, die von der Führung unterstützt und vorgelebt wird, stärkt langfristig die Stabilität und das Vertrauen in digitale Prozesse.“

„Die Logistik hat bei der Digitalisierung enorme Fortschritte gemacht. Wichtig ist jetzt, diese Vernetzung durch klare Prozesse, gemeinsame Verantwortung und eine Sicherheitskultur, die im Alltag gelebt wird, dauerhaft abzusichern“, so Veit.

Zur Studie

Die Befragung wurde im September 2025 von techconsult im Auftrag von Sophos durchgeführt. Insgesamt nahmen 147 Fach- und Führungskräfte aus der Logistikbranche in Deutschland teil. Die Teilnehmenden kommen aus Unternehmen aller Größenordnungen – vom Mittelstand bis zum internationalen Konzern. Rund ein Drittel der Befragten arbeitet in Betrieben mit über 1.000 Beschäftigten, weitere 20 Prozent in Unternehmen zwischen 200 und 499 Mitarbeitenden. Besonders stark vertreten ist die IT- und Führungsebene mit 28 Prozent IT-Bereichsleitern, 16 Prozent Bereichsleitern, 14 Prozent CIOs und neun Prozent Geschäftsführern. (mk)

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