In Serie ab 2025 BMW verwandelt die Windschutzscheibe zum Display

In seinem Konzeptfahrzeug BMW i Vision Dee zeigt BMW, wie Fahrzeuge künftig bedient werden. Dabei verwandelt sich die Windschutzscheibe zum großformatigen Display. Das soll bereits 2025 in Serie kommen.

Keine Schalter, Knöpfe oder Dispalys: Im BMW i Vision Dee kommuniziert der Fahrer mit Sprache und Gesten. Relevante Informationen lassen sich auf die Windschutzscheibe projizieren.
Keine Schalter, Knöpfe oder Dispalys: Im BMW i Vision Dee kommuniziert der Fahrer mit Sprache und Gesten. Relevante Informationen lassen sich auf die Windschutzscheibe projizieren.
(Bild: BMW)

Immer mehr Displays halten Einzug in das Cockpit moderner Fahrzeuge. Dabei haben vor allem die Fahrer immer ein Problem: sie werden regelrecht mit Informationen überschüttet. Ein aufgeräumtes Display und nur eine dosierte Menge an Informationen für Fahrer: Automobilhersteller BMW geht mit seiner Limousine BMW i Vision Dee mit einem neuen Weg. Bei dem Konzeptfahrzeug wird die Windschutzscheibe zum großen Display.

Aufgeräumt – mehr noch, ein nacktes Armaturenbrett präsentiert sich den Passagieren. Tacho, Navi und alle anderen Informationen projiziert das Fahrzeug auf die Frontscheibe.

Automobilzulieferer Continental hat etwas ähnliches Ende 2022 vorgestellt: Die für den Fahrer wichtigen Informationen projiziert das Scenic View HUD mit hoher Lichtstärke auf einen speziell beschichteten, schwarz bedruckten Bereich am unteren Rand der Frontscheibe.

Tragen Fahrer eine polarisierte Sonnenbrille, können sie die projizierte Anzeige auf der Windschutzscheibe problemlos ablesen.

Windschutzscheibe wird zum großen Display

Doch zurück zum Konzeptfahrzeug von BMW: Das vorgestellt Head-up-Display soll es nach Angaben von BMW in die Serie schaffen. „Bereits ab 2025 wird die Serienableitung des Head-up-Displays über die gesamte Breite der Windschutzscheibe in den Modellen der Neuen Klasse zum Einsatz kommen“, teilte BMW mit.

Das wäre ein Novum. Denn zum ersten Mal wäre dann die Windschutzscheibe als ein einziges Display für Informationen möglich. Schalter und Knöpfe sucht der Fahrer vergebens. Bedienen soll sich das Konzeptfahrzeug allein durch Sprache und Gesten. Dazu hat BMW eine Sensorik auf der Fläche verbaut.

Der Fahrer kann entscheiden, welche Informationen auf der Windschutzscheibe angezeigt werden sollen. Steht das Fahrzeug, lässt sich die Realität mithilfe von dimmbaren Scheiben ausblenden. Dann tauchen die Insassen des Fahrzeugs in ihre eigene, virtuelle Realität ab.

Mit dieser Sensor-Technik will BMW zeigen, was möglich ist, „wenn Hardware und Software verschmelzen“, sagte BMW-Vorstandschef Oliver Zipse.

E-Ink: Außenhülle ändert ihr Aussehen

Allein mit der Windschutzscheibe als Informationsträger ist es für die Konstrukteure von BMW nicht getan. Im letzten Jahr zeigte BMW mit dem BMW iX Flow ein Fahrzeug, das seine Außenfarbe ändern konnte. Hier hilft die E-Ink-Technik. Hersteller BMW sprach zur CES 2022 von „neuen Entscheidungsfreiheiten“.

Hintergrund der Technik: Die Oberflächenbeschichtung des BMW iX Flow mit E-Ink enthält viele Millionen Mikrokapseln mit einem Durchmesser, der der Dicke eines menschlichen Haares entspricht. Jede dieser Mikrokapseln enthält negativ geladene weiße Pigmente und positiv geladene schwarze Pigmente.

Durch die Anregung mittels eines elektrischen Feldes sammeln sich je nach gewählter Einstellung entweder die weißen oder die schwarzen Pigmente an der Oberfläche der Mikrokapsel und verleihen der Karosserie den gewünschten Farbton. Ob es diese Technik allerdings in Serie schafft, bleibt offen.

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