Industriepolitik Elektronikindustrie bündelt Stimme für globale Lieferkettenpolitik

Quelle: Pressemitteilung 1 min Lesedauer

Die Global Electronics Association hat den Global Electronics Policy Council ins Leben gerufen. Das neue Gremium soll Unternehmen entlang der gesamten Elektronik-Lieferkette eine gemeinsame Stimme gegenüber Regierungen weltweit geben.

Die Global Electronics Association hat den Global Electronics Policy Council ins Leben gerufen. (Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die Global Electronics Association hat den Global Electronics Policy Council ins Leben gerufen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die Global Electronics Association (GEA, vormals IPC) hat den Global Electronics Policy Council (GEPC) gegründet. Das Gremium soll Unternehmen aus allen Bereichen der Elektronik-Wertschöpfungskette zusammenführen. Ziel ist eine koordinierte Interessenvertretung gegenüber Regierungen in allen wichtigen Regionen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören AT&S, Flex, Jabil, Plexus, TSMC und TTM Technologies. Die Unternehmen repräsentieren somit unterschiedlichste Bereiche der Elektronikindustrie; von der PCB-Fertigung über EMS, Halbleiter und Advanced Packaging bis zur OEM-Produktion.

Der GEPC entsteht vor dem Hintergrund wachsenden politischen Drucks auf die Elektronikindustrie. Der Verband reagiert damit auf eine zunehmend fragmentierte industriepolitische Landschaft, in der Exportkontrollen, Subventionsprogramme und Handelskonflikte direkten Einfluss auf globale Elektroniklieferketten nehmen. Nach Angaben der Global Electronics Association belief sich der globale Elektronikhandel 2023 auf 4,5 Billionen US-Dollar – mit einer Lieferkettenabhängigkeit, die laut Verband stärker ausgeprägt ist als in jeder anderen Branche.

Der GEPC unterscheidet sich nach eigenen Angaben bewusst von informellen Branchenkoalitionen. Das Gremium verfügt über formelle Satzungen, eine definierte Führungsstruktur und regionale Ausführungsorgane für Nordamerika, Europa, Ostasien sowie Indien und Südostasien. Geplant sind ein jährlicher globaler Policy-Aktionsplan, formelle Positionspapiere und Stellungnahmen sowie quartalsweise Berichte über Regierungskontakte.

Fünf politische Schwerpunkte

Die Arbeit des Rats orientiert sich an fünf Prioritäten aus der Policy-Agenda 2026 der Global Electronics Association: Marktzugang und Vorhersehbarkeit im Welthandel, Aufbau inländischer Fertigungskapazitäten, Fachkräfteentwicklung, industriegeführte technische und Nachhaltigkeitsstandards sowie kollaborative Forschung und Entwicklung zur Technologieführerschaft.

„Kein einzelnes Unternehmen und kein einzelnes Land kann dieses Umfeld allein navigieren“, so Thomas Cetta, Senior Vice President bei Jabil und Vorsitzender des GEPC. „Der Global Electronics Policy Council gibt der Industrie die Struktur und Disziplin, um mit einer Stimme zu den wichtigsten Herausforderungen zu sprechen.“ (sb)

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