Werkstoffe BASF qualifiziert Engineering Plastics nach Bahnnorm EN 45545

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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BASF vermeldet die Zertifizierung zahlreicher Typen seiner Ultramid- und Ultradur-Kunststoffe nach der europäischen Bahnnorm EN 45545. Die Werkstoffe erfüllen damit Brandschutzanforderungen für elektrische und elektronische Komponenten im Schienenverkehr.

BASF-Engineering-Plastics erfüllen die europäische Bahnnorm EN 45545 und sind für elektrische und elektronische Anwendungen im Schienenverkehr zertifiziert. Die Ultramid- und Ultradur-Typen erfüllen Brandschutzanforderungen, etwa hinsichtlich Flammenausbreitung sowie Rauch- und Gasemissionen. Die Flammschutzsysteme sind halogenfrei ausgelegt, die Zertifizierung gilt unabhängig von der Farbvariante.(Bild:  BASF)
BASF-Engineering-Plastics erfüllen die europäische Bahnnorm EN 45545 und sind für elektrische und elektronische Anwendungen im Schienenverkehr zertifiziert. Die Ultramid- und Ultradur-Typen erfüllen Brandschutzanforderungen, etwa hinsichtlich Flammenausbreitung sowie Rauch- und Gasemissionen. Die Flammschutzsysteme sind halogenfrei ausgelegt, die Zertifizierung gilt unabhängig von der Farbvariante.
(Bild: BASF)

Wie die Pressestelle des weltweit bekannten Chemieunternehmens BASF am 4. Mai 2026 mitgeteilt hat, wurden mehrere Engineering-Plastics-Typen der Marken Ultramid und Ultradur nach der europäischen Bahnnorm EN 45545 zertifizieren lassen. Die Werkstoffe richten sich an Hersteller von elektrischen und elektronischen Komponenten für den Schienenfahrzeugbau und erfüllen je nach Einsatzbereich und Anwendung unterschiedliche Hazard Levels (HL).

Die zertifizierten Kunststoffe nutzen Flammschutzsysteme der Klassen FR30, FR40 und FR72, die für den Bahnsektor besonders relevant sind. Sie basieren auf Stickstoff-/Phosphor-Systemen als aufschäumenden Komponenten unter Hitzewirkung sowie auf Magnesiumhydroxid. BASF setzt damit auf eine halogenfreie Lösung ohne Chlor oder Brom. Das soll die potenzielle Gefahr von Sekundärschäden durch korrosive Rauchgase minimieren.

Die Norm EN 45545 zielt darauf ab, die Wahrscheinlichkeit eines Brandausbruchs zu verringern, die Ausbreitung von Flammen im Brandfall zu verlangsamen sowie die Emission von Rauch und toxischen Gasen zu begrenzen. Abhängig vom Einsatzbereich werden unterschiedliche Hazard Levels (HL) definiert. Die BASF-Werkstoffe sind für relevante Anwendungsgruppen wie R22, R24, R25 und R34 qualifiziert. Die Anwendungsgruppen (R-Sätze) legen fest, welche Brandtests ein Material bestehen muss – beispielsweise R22 für Gehäuse und Dichtungen, R24 und R25 für Leiterplatten oder R34 für spezielle elektrische Komponenten.

Farbunabhängige Zertifizierung

Die EN-45545-Zertifizierung ist farbunabhängig, sodass alle Farbvarianten ohne erneute Zulassung des Produkts eingesetzt werden können. Unterschiedliche Wanddicken werden im Rahmen der Prüfung über definierte Mindest- und Maximaldicken abgedeckt, was zusätzliche Designfreiheit ermöglicht.

Aktuell liegen Klassifizierungsberichte nach EN 45545 für zahlreiche Ultramid- und Ultradur-Typen vor, darunter Ultramid A3UG5, A3U40G5, A3U42G6, T6340G6, B3UG4, B3UGM210, KR4450 GY, B3U50G6, C3U, TKR4340G6, Advanced N3U41G6, Advanced N4U41, Advanced T2340G6 sowie Ultradur B4450G5 und B4441G5. Die Werkstoffe decken je nach gefordertem Hazard Level (HL 1 bis HL 3) und Einsatzbereich (R1 bis R26) unterschiedliche Anforderungen ab. (sb)

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