Standort Deutschland Automatisierer Georg Schlegel baut seinen Standort massiv aus

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Der Spezialist für Befehlsgeräte und Meldeleuchten erweitert seinen Stammsitz in Dürmentingen. Mit einem Millionen-Investment und einem klaren Fokus auf Automatisierung schafft Georg Schlegel die räumlichen Voraussetzungen für künftiges Wachstum und eine effiziente Produktion.

Georg Schlegel baut seinen Stammsitz Dürmentingen massiv aus. 2.800 Quardratmeter zusätzliche Nutzfläche kommen als Produktions- und Bürofläche hinzu.(Bild:  Schlegel)
Georg Schlegel baut seinen Stammsitz Dürmentingen massiv aus. 2.800 Quardratmeter zusätzliche Nutzfläche kommen als Produktions- und Bürofläche hinzu.
(Bild: Schlegel)

Der Automatisierungsspezialist Georg Schlegel stellt die Weichen für eine langfristige Zukunft am Standort Deutschland. Wie das Unternehmen bekannt gab, fiel der Startschuss für eine umfangreiche Werkserweiterung in Dürmentingen. Es handelt sich um das größte Bauprojekt in der über 75-jährigen Geschichte des Elektrotechnik-Spezialisten.

Der Neubau reagiert primär auf die zunehmende Platznot am Stammsitz: Mit rund 2.800 Quadratmetern zusätzlicher Nutzfläche wächst die verfügbare Fläche des Unternehmens um knapp 50 Prozent auf künftig rund 8.500 Quadratmeter. Damit schafft Schlegel den nötigen Raum für neue Produktionskapazitäten und Büroflächen. „Der Neubau ist ein klares Bekenntnis zum Standort Dürmentingen sowie zur Zukunft der Produktion ‚Made in Germany‘“, betonten die Geschäftsführer Christoph Schlegel, Wolfgang Weber und Eberhard Schlegel.

Vom Drucktaster zum smarten Systemknoten

Während Schlegel klassisch für seine vielfach preisgekrönten Designs bei Befehlsgeräten bekannt ist, liegt der Fokus heute verstärkt auf den Komponenten. Die Erweiterung in Dürmentingen trägt auch der steigenden Nachfrage nach vernetzten Produkten Rechnung. So integriert das Unternehmen zunehmend RFID und Busschnittstellen wie IO-Link oder EtherCAT direkt in die Bedieneinheiten, um die Montagezeit für Maschinenbauer zu verkürzen und die Diagnosefähigkeit zu erhöhen.

Automatisierung als entscheidender Baustein

Ein zentraler Pfeiler der Investition ist die Steigerung des Automatisierungsgrades. Für das Management ist die Automatisierung der entscheidende Baustein, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ziel ist es, die Fertigung der weltweit eingesetzten Elektrotechnik-Komponenten, das von Befehlsgeräten bis hin zu komplexen Bussystemen reicht, technologisch auf das nächste Level zu heben.

Auch das Thema Nachhaltigkeit fließt in die Planung ein. Die neuen Dachflächen werden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, um den steigenden Energiebedarf der Produktion teilweise autark zu decken. Zudem wird die Energieinfrastruktur durch ein neues Trafohaus erweitert.

Die Bauarbeiten sollen bereits im Spätsommer dieses Jahres beginnen. Der Zeitplan sieht vor, den Rohbau bis zum Frühjahr 2027 fertigzustellen, sodass die Inbetriebnahme des neuen Gebäudekomplexes im Herbst 2028 erfolgen kann. Für Schlegel bedeutet dieser Schritt weit mehr als eine rein räumliche Erweiterung: Er ist das Fundament, um die weltweite Nachfrage nach Steuerungs- und Bedienelementen für den Maschinen- und Anlagenbau auch in den kommenden Jahrzehnten aus Oberschwaben heraus bedienen zu können. (heh)

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