Grundstein für Technology Campus in Erlangen Siemens baut für 500 Mio. Euro ein Zentrum für Leistungselektronik und industrielles Metaverse

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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In Erlangen entsteht ein neuer Technology Campus von Siemens. Bis 2027 soll ein Logistik- und Servicezentrum errichtet sein, bis 2030 folgen Entwicklungs- und Produktionsflächen für Leistungselektronik. Der Standort soll zum Vorreiter für das industrielle Metaverse werden.

Technology Campus in Erlangen: Siemens stellt das Leuchtturmprojekt für "Made for Germany" vor.(Bild:  Siemens)
Technology Campus in Erlangen: Siemens stellt das Leuchtturmprojekt für "Made for Germany" vor.
(Bild: Siemens)

Mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft hat Siemens an der Frauenauracher Straße den Grundstein gelegt. Das Vorhaben ist Leuchtturmprojekt der Initiative „Made for Germany“, in der Unternehmen Investitionen bündeln, um Wertschöpfung und Fachkräftebasis am Standort zu sichern. Siemens verankert den Campus in einer 2023 angekündigten, weltweiten Investitionsstrategie von rund zwei Milliarden Euro – eine Milliarde davon fließt nach Deutschland, 500 Millionen nach Erlangen.

Zwei Bauphasen, klarer Technikfokus

Die erste Ausbaustufe umfasst rund 7.000 m², etwa die Fläche eines Fußballfelds, für Logistik, Service und flexible Automation mit Platz für bis zu 300 Mitarbeitende. Im nächsten Schritt entstehen bis 2030 ein Zentrum für Entwicklung und Innovation in der Leistungselektronik sowie zusätzliche Produktionsflächen. Dort will Siemens eine neue Generation von Umrichtern und Steuerungen entwickeln, die Bewegungen in Anlagen und Maschinen noch schneller und präziser regeln. Schon heute arbeiten in Erlangen rund 3.000 Beschäftigte an Schlüsselkomponenten für Automatisierung und Digitalisierung.

„Der Siemens Technology Campus Erlangen ist Leuchtturmprojekt der Made for Germany, weil die Kolleginnen und Kollegen am Standort ein Vorbild für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland sind“, sagt Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Wir haben hier überlegene Produkte, einen radikalen Blick auf den Kundennutzen und wir setzen voll auf Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz. Mit diesen Erfolgsfaktoren sichern wir Deutschlands wirtschaftliche Zukunft. Siemens liefert. Jetzt ist die Politik am Zug, die nötigen strukturellen Reformen umzusetzen.“

Digitaler Zwilling und Null-Emissionen als Leitplanken

Nachhaltigkeit und Digitalisierung prägten die Planung weit vor dem ersten Spatenstich. Siemens modellierte die Gebäude und die Energieinfrastruktur als digitalen Zwilling, testete Abläufe virtuell und legte die Technik auf geringen Ressourcenverbrauch aus. Das Areal soll als Null-Emissionen-Standort funktionieren: mit grüner Energieversorgung und -speicherung in Partnerschaft mit der Stadt sowie vernetzter Gebäudetechnik von Siemens.

Beim Rückbau der Bestandsbauten setzte das Unternehmen ausschließlich elektrisch betriebene Geräte ein, versorgt mit grünem Strom. Drei Gebäude mit zusammen fast 25.000 m² wurden demontiert – 96 Prozent der 12.800 Tonnen Bauschutt fließen in den Neubau zurück. Laut Siemens sparen die Maßnahmen rund 70 Tonnen CO₂ bzw. etwa 24.000 Liter Diesel ein. (mc)

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