Verlagerung von DRAM auf NAND AMD übernimmt Speichertechnologie-Startup Mext

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Um die Entlastung von Speicherengpässen in Rechenzentren zu adressieren, hat AMD das amerikanische Speicher-Startup Mext übernommen. Die von Mext entwickelte Technologie setzt darauf, selten genutzte Daten auf NAND-Flash auszulagern, um auf diesem Weg DRAM-Kosten gering zu halten.

AMD hat das in Kalifornien ansässige Startup Mext übernommen. Das von dem Unternehmen entwickelte Speicher-Tiering soll selten genutzte Daten auf NAND-Flash auslagern und so den DRAM-Bedarf in Rechenzentren entlasten.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
AMD hat das in Kalifornien ansässige Startup Mext übernommen. Das von dem Unternehmen entwickelte Speicher-Tiering soll selten genutzte Daten auf NAND-Flash auslagern und so den DRAM-Bedarf in Rechenzentren entlasten.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

AMD hat die Übernahme des Start-ups Mext bekanntgegeben. Das Unternehmen entwickelt Technologien zur Speicheroptimierung, die vor allem in Rechenzentren eingesetzt werden sollen. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Nach der Ankündigung legte die AMD-Aktie laut den vorliegenden Angaben deutlich zu.

Hinter der Übernahme steht ein wachsendes Problem in der IT-Infrastruktur: Bei großen KI-Modellen, Datenanalysen, Virtualisierung und Hochleistungsrechnen reicht nicht mehr nur die Rechenleistung von CPUs und GPUs aus. Immer häufiger wird die verfügbare Speicherkapazität zum begrenzenden Faktor.

Mext arbeitet an einer Speicher-Tiering-Technologie, die NAND-Flash aus Sicht von Betriebssystemen und Anwendungen wie Arbeitsspeicher nutzbar machen soll. NAND-Flash ist deutlich günstiger als DRAM, aber langsamer. Die Technik soll helfen, teuren DRAM effizienter einzusetzen und weniger häufig benötigte Daten auf günstigere Speichermedien auszulagern.

Vorhersage statt bloßer Auslagerung

Kern der Technologie ist die sogenannte Predictive Memory Engine. Sie analysiert laufend Zugriffsmuster und soll mithilfe von KI-Modellen vorhersagen, welche Daten als Nächstes benötigt werden. Diese Daten können dann rechtzeitig aus dem Flash-Speicher zurück in den DRAM verschoben werden, bevor Anwendungen darauf zugreifen.

Damit sollen Anwendungen mehr nutzbaren Speicher erhalten, ohne dass Betreiber ihre Systeme im gleichen Maß mit zusätzlichem DRAM ausstatten müssen. Für Cloud-Anbieter und Unternehmen kann das geringere Infrastrukturkosten und eine bessere Auslastung bestehender Systeme bedeuten. Ob sich diese Effekte in großem Umfang erreichen lassen, muss sich jedoch erst in praktischen Einsätzen zeigen.

Für AMD ergänzt Mext das bestehende Portfolio aus Prozessoren, Beschleunigern, Netzwerkkomponenten und Software. Das Unternehmen konkurriert im KI-Chipmarkt unter anderem mit Nvidia und versucht, Rechenzentrumsbetreibern breitere Lösungen anzubieten. Neben der Technologie erhält AMD auch ein Team mit Erfahrung in Speicherarchitekturen, Infrastruktursoftware und großen Computersystemen.

Die wichtigste Aufgabe liegt nun in der Integration. Mexts Ansatz muss in AMDs Plattformen eingebunden und unter realen Lasten validiert werden. Erst dann wird sich zeigen, ob die Technologie Speicherengpässe in KI- und Rechenzentrumsumgebungen spürbar verringern kann. (sg)

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