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LED-Linsen aus einer patentierten Gel-Technologie
Die LED-Linsen werden aus AEROSIL und Dynasylan mit der patentierten SiVARA Sol-Gel-Technologie hergestellt. Eine mit AEROSIL versetzte Lösung oder Dispersion wird in die gewünschte Form gegossen. Der gelierende Inhalt im Solzustand verdichtet nach mehreren Behandlungsstufen schließlich im Ofen zu transparentem, hochreinem Kieselglas.
Das fertige Glas schützt zudem den Phosphor in den Linsen vor Feuchtigkeit und Wärme und bietet sich daher ebenso für die Außenbeleuchtung an. Die Sol-Gel-Transformation macht es möglich, Glaslinsen in beliebiger Form und in reproduzierbarer Qualität herzustellen: Ob Maßanfertigungen oder komplexe Designs, hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Kunststoff für Kfz-Scheinwerfer ist thermisch belastbar
Doch nicht nur Glas kann für die Linsen der LEDs verwendet werden: PLEXIMID, eine Formmasse aus einem Polymethylmethacrylimid-Kunststoff, lässt sich beispielsweise für Lichtleiter und Linsen in Kfz-Scheinwerfern einsetzen. Denn dieser Kunststoff ist den besonders hohen thermischen Belastungen von leistungsstarken LED-Strahlern gewachsen.
In dieser Anwendung sind eine hohe Wärmeformbeständigkeit und konstant gute optische Eigenschaften Voraussetzung. Und diese Forderung erfüllt PLEXIMID. Zugleich erlaubt die Spezial-Formmasse ebenso wie das aus AEROSIL hergestellte Kieselglas vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Ein Einsatzgebiet von LEDs ist die Lichtwerbung: Farbige Leuchtreklamen aus dem Designwerkstoff PLEXIGLAS prägen schon seit langem das Bild der modernen Großstädte.
Hot Spots und Schwankungen der Leuchtdichte vermeiden
Die Materialien aus PLEXIGLAS LED sind für den Einsatz mit LEDs optimiert. So sind beispielsweise die farbigen Sorten auf den jeweiligen Farbort der LED abgestimmt. Dadurch verfügt es über eine hohe Lichtdurchlässigkeit oder Transmission, kombiniert mit einer hohen Lichtstreuung.
Das reduziert bei Objekten, die mit LEDs ausgestattet sind, den Stromverbrauch um bis zu 40% gegenüber herkömmlichem Acrylglas. Mit diesen besonderen Eigenschaften werden selbst bei kompakter Bauweise unerwünschte und störende Hot Spots, den sichtbaren Lichtkegeln, oder Schwankungen in der Leuchtdichte vermieden.
LEDs für die UV-Polymerisation
Darüber hinaus werden LEDs verstärkt für die Aktivierung von chemischen Prozessen, der UV-Polymerisation, sowie für Solarzellen genutzt. Besonders geschickt: UV-LEDs für die Wasserentkeimung. Mit ultraviolettem Licht rücken die Leuchtdioden dabei Krankheitserregern im Wasser zu Leibe.
Die robusten Dioden greifen dabei das Erbgut der im Wasser schwimmenden Keime an und machen sie so unschädlich.
* * Dr. Iordanis Savvopoulos ist Vice President Technology Solutions, Evonik Industries und Dr. Heiko Rochholz ist Product Manager, Evonik Industries
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