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Electronic Sourcing optimiert die operative Beschaffung

Gerade in den Segmenten der Fertigungsverfahren, der Elektronikfertigung und den elektronischen Komponenten, wie sie beispielsweise auf der Sourcing-Plattform MFG.com vertreten sind, gibt es eine Reihe von Einsatzgebieten.
Die Fertigungsverfahren erstrecken sich von der Montage über das Gießen bis zur Beschichtung, der Werkzeug-, Gesenk- & Formenherstellung, der Blechbearbeitung und -umformung, der chemischen Weiterverarbeitung sowie ganzer industrieller Anlagen. Einkäufer stellen dabei beispielsweise eine Ausschreibung für Maschinen und Steuergeräte, die direkt in Fertigungs- oder Verarbeitungsprozessen zum Einsatz kommen, auf den elektronischen Markplatz und suchen dafür einen Lieferanten.
In der chemischen Industrie werden in diesem Zusammenhang beispielsweise Unternehmen aus dem Sektor chemische Weiterverarbeitung gesucht, die auf das Fräsen, Kalzinieren, Klassifizieren, Mischen, Trocknen oder Schleifen von Chemikalien spezialisiert sind. Die Listung solcher Lieferanten zählt zu den Stärken moderner Electronic-Sourcing-Plattformen wie MFG.com.
Einer der wichtigsten Aspekte: Beim Electronic Sourcing ergibt sich durch die neue technologische Anbindung in den Marktplatz ein größeres Lieferantenangebot. Herkömmliche Wege der Informationsbeschaffung wie die Nutzung von Herstellerverzeichnissen, die Anfrage bei bekannten Lieferanten oder der Besuch von Messen sind im Gegensatz dazu viel zu umständlich und zeitaufwändig.
Von Electronic Sourcing profitieren Einkäufer und Lieferanten
Electronic Sourcing bedeutet zunächst einmal die Unterstützung von Beschaffungsprozes-sen durch IT-Systeme. Das fängt bei der Nutzung von B2B-Marktplätzen im Web an und reicht bis zur Einbindung in die internen betriebswirtschaftlichen Applikationen.
Ein Sourcing-Marktplatz im Web bringt Einkäufer und Lieferanten zusammen, die zuvor nicht unbedingt etwas voneinander wussten. Ganz entscheidend dabei ist, dass ein Sourcing-Marktplatz alle Aktivitäten des operativen Beschaffungsprozesses abdecken muss: von der Erstellung einer Ausschreibung über die Lieferantenauswahl und die Kooperation mit Herstellern bis hin zur Zahlungsabwicklung.
Zudem müssen sich diese Abläufe von A bis Z in die vorhandenen ERP-Systeme der Ein-käufer und Lieferanten integrieren lassen. Nur so können die Vorteile der elektronischen Beschaffung für die Auftragsfertigung möglichst umfassend ausgenutzt werden. Electronic Sourcing sorgt damit für mehr Transparenz und eine höhere Effizienz bei der Beschaffung.
Typische Nutzer einer Sourcing-Plattform sind Spezialisten aus der Einkaufsabteilung (beispielsweise mit Fokus auf Lieferantenmanagement), aber auch Fachkräfte aus den produktionsnahen Bereichen wie Techniker oder Ingenieure.
Zunächst einmal übermittelt der Einkäufer seine Ausschreibung an den Sourcing-Marktplatz, oft ergänzt durch eine genaue Spezifikation der Materialien und deren Eigenschaften. Der Marktplatzbetreiber vergleicht die detaillierten Sourcing-Vorgaben automa-tisch und in Echtzeit mit dem Knowhow, der Ausrüstung, der Kapazität und den Referen-zen der gelisteten Lieferanten. Als Ergebnis dieses so genannten Matchmaking-Prozesses werden dann Einkäufer mit Lieferanten verbunden, die die benötigten Anforderungen erfül-len.
Im Alltag kommt es immer wieder vor, dass die Spezifikationen einzelner Komponenten der Stückliste geändert werden. Aufgabe des Sourcing-Marktplatzes ist es daher, die gesamte Kommunikation und Koordination zwischen Einkäufern und Lieferanten an einer zentralen Stelle zu steuern. Ergänzend dazu müssen die Modifikationen dann in den jeweiligen ERP-Systemen der Einkäufer und Lieferanten abgebildet werden.
Vorteile bietet ein auf die Vermittlung von Fertigungsaufträgen spezialisierter Sourcing-Marktplatz aber auch für Lieferanten. Denn kein Unternehmen kann es sich heute leisten zu warten, bis Interessenten ihn finden. Das gilt umso mehr in wirtschaftlich turbulenten Zeiten. Aber auch Startups profitieren von der Präsenz auf einem Sourcing-Marktplatz, sie erhalten dort ohne große Vertriebskosten automatisch Kontakt zu Interessenten.
Electronic Sourcing bringt im Segment der Auftragsfertigung damit Vorteile für Einkäufer und Lieferanten. Dazu zählen etwa die Reduzierung von Durchlauf- und Bearbeitungszei-ten für die Beschaffungsprozesse sowie geringere Prozess- und Transaktionskosten. Eine wichtige Rahmenbedingung dafür sind durchgängige Prozessketten die von den ERP-Systemen der Einkäufer vermittelt über eine Sourcing-Plattform bis zu denen der Lieferan-ten reichen.
* * Martin Hengstmann ... Martin Hengstmann ist Area Sales Manager Buy-Side bei MFG.com in München
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