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Optimieren des Bildes und anpassen der Farben
Die Bildoptimierung verbessert die Farbwiedergabe. Bei den Spezifikationen der Displays und DDIC, die in Fahrzeuge eingebaut werden, lag der Schwerpunkt auf einem robusten Betrieb, einer langen Lebensdauer und niedrigeren Kosten, während eine unabhängige, fein abgestufte Farbwiedergabe bisher nicht zu den wichtigsten Anforderungen gehört hat. Wenn die Signale eines Bildsensors auf dem Display dargestellt werden, kann das Bild dadurch eher blass und wenig ansprechend erscheinen, was besonders im Vergleich zu den farbenfrohen, leuchtenden Bildern der Smartphones und Tablets auffällt. Aus der Sicht der Fahrzeughersteller ist das ein unerwünschter Vergleich. Auch dieses Problem lässt sich durch eine Farboptimierung im DDIC lösen.
Eine herkömmliche Farbkorrektur arbeitet in den drei Achsen Rot, Grün und Blau. Damit kann der Farbton des gesamten Displays beispielsweise mehr in Richtung Rot oder Grün verschoben werden. Wenn die Korrektur das Bild in Richtung Rot beeinflusst, werden die roten Farbtöne heller und leuchtender. Leider erhalten auch die grünen Farbtöne mehr Rot. Dadurch werden grüne Objekte weniger genau wiedergegeben und die Farbwiedergabe des gesamten Bilds leidet (Bild 2). Auch hier liefert eine unabhängige fein abgestufte Farbkorrektur das bessere Ergebnis.
Die Farboptimierung der DDICs korrigiert jeden Farbton (RGB + Cyan, Magenta und Gelb, oder CMY) unabhängig. In dem vorherrschend roten Bild oben werden die Rottöne weiterhin noch röter, aber die Grüntöne werden ebenfalls korrigiert und noch grüner, wodurch ein farbenfroheres und brillanteres Bild entsteht.
Auch bei Sonnenlicht das Display gut ablesen können
Sowohl Position und Ausrichtung des Displays in der Mittelkonsole sind so optimiert, dass der Fahrer es gut ablesen kann. In der Praxis heißt das, dass es leicht nach oben geneigt ist. Unter den meisten Bedingungen ist das die ideale Position.
Das heißt aber auch, dass es vor Sonnenlicht durch die Fenster oder das Sonnendach des Fahrzeugs nicht geschützt ist, und das Sonnenlicht oberhalb einer bestimmten Helligkeit die Erkennung des Bilds im Display schwierig oder gar unmöglich machen kann. Auch hier sieht der Benutzer das als einen Fehler des Displays an, auch wenn das Display eigentlich normal funktioniert.
Dieser Effekt kann durch die Bildoptimierung im DDIC abgestellt werden. Bei den ClearView DDICs wird die Verbesserung der Lesbarkeit unter Sonnenlicht (SRE) dadurch erreicht, dass der Kontrast optimiert wird. Dazu wird mit einem eigenen Umgebungslichtsensor in der Nähe des Displays die Helligkeit ermittelt, die auf dem Bildschirm fällt. Die SRE senkt die Helligkeit in den tiefen Schatten im Bild weiter ab, um die Wirkung des auftreffenden Sonnenlichts zu kompensieren und Text leichter lesbar zu machen (Bild 3).
Da die Attraktivität für den Käufer bei Fahrzeugdisplays die Entwicklung wesentlich bestimmt, müssen die Displays der nächsten Generation die realen Bedingungen berücksichtigen, unter denen die größeren und schärferen Displays im Fahrzeug arbeiten.
Der Beitrag zeigte, wie sich das Bild auf Pixelebene optimieren lässt und dabei von einer Steuerung für die Hintergrundbeleuchtung unterstützt wird, die abhängig von den gezeigten Bildinformationen die bestmögliche Leistung des Displays unter allen Betriebsbedingungen ermöglicht.
* John Brady ist bei Synaptics Senior Director für Automobil-Anwendungen.
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