Standort Deutschland Waschmaschinen-Hersteller Bauknecht beendet Entwicklung in Deutschland

Redakteur: Sebastian Gerstl

Bauknecht beendet nach der Produktion nun auch die Entwicklung von Waschmaschinen am schwäbischen Standort Schorndorf. 100 Arbeitsplätze sind von der Einstellung betroffen.

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Waschmaschinen im Bauknecht-Entwicklungszentrum in Schorndorf
Waschmaschinen im Bauknecht-Entwicklungszentrum in Schorndorf
(Bild: Bauknecht)

Nachdem das Traditionsunternehmen Bauknecht bereits 2012 die Produktion von Waschmaschinen in Deutschland eingestellt hatte, wird nun bis zum Jahresende auch der Entwicklungsstandort Schondorf geschlossen. Dies bestätigte der Geschäftsführer des Hausgeräteherstellers, Jens-Christoph Bidlingmeier, am Mittwoch gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die 100 von der Schließung betroffenen Mitarbeiter sollen demnach, soweit möglich, an Ersatzarbeitsplätzen innerhalb des Konzerns unterkommen.

Geräte der Firma Bauknecht, die bereits seit 1988 dem amerikanischen Konzern Whirlpool angehört, stammen bereits seit längerer Zeit aus dem Ausland. Bis 2012 wurden im schwäbischen Schorndorf noch Waschmaschinen-Frontlader vom Typ „Access“ hergestellt, ehe die Produktion vollständig aus Deutschland ausgelagert wurde. Nun soll auch die Entwicklung vollständig im Ausland erfolgen. Es sei laut Bauknecht-Geschäftsführer Bidlingmeier auch „nicht entscheidend, wo entwickelt wird“.

Der international auftretende Haushaltsgeräte-Konzern Whirlpool hatte 2014 erst den italienischen Konkurrenten Indesit übernommen. Von dieser Zusammenarbeit soll nun auch Bauknecht profitieren, um Kosten zu senken sowie Marktanteile in Deutschland und Europa auszubauen. 2014 hatte der Marktanteil 8 Prozent betragen, das Unternehmen machte in dem Jahr insgesamt 290 Millionen Euro Umsatz.

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