Erstes kommerzielles Mobiltelefon Vor 40 Jahren stellte Motorola das DynaTAC vor

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Am 13. Juni 1983 stellte Motorola das erste kommerzielle Mobiltelefon der Öffentlichkeit vor. Zulassung und Verkaufsstart folgten im September desselben Jahres. Heute verfügen 98 Prozent der deutschen Haushalte über mindestens ein Mobiltelefon.

Telefonieren mit dem Smartphone ist heute selbstverständlich. Vor 40 Jahren hatte Motorola sein DynaTAC vorgestellt.(Bild:  relexahotels  /  Pixabay)
Telefonieren mit dem Smartphone ist heute selbstverständlich. Vor 40 Jahren hatte Motorola sein DynaTAC vorgestellt.
(Bild: relexahotels / Pixabay)

Kabellos telefonieren im Jahr 1973: Martin Cooper führte mit einem Prototypen des DynaTAC das weltweit erste Gespräch mit einem Mobiltelefon. Der Patentantrag erfolgte am 17. Oktober 1973. Aber die Allgemeinheit musste noch einmal zehn Jahre warten. Denn erst 1983 erhielt das DynaTAC 8000X seine FCC-Zulassung. Das war am 21. September 1983 und gleichzeitig der Verkaufsstart. Es war somit das erste kommerziell vertriebene Mobiltelefon der Welt. Allerdings mussten die Kunden bis 1984 warten, bis sie ihren eigenen „Knochen“ in den Händen halten konnten.

Das DynaTAC 8000X von Motorola. Es wurde 1983 auf den Markt gebracht. (Bild:  Redrum0486 / CC BY-SA 3.0)
Das DynaTAC 8000X von Motorola. Es wurde 1983 auf den Markt gebracht.
(Bild: Redrum0486 / CC BY-SA 3.0)

Mit einem Gewicht von knapp 800 Gramm und einer Höhe von 25 Zentimetern war es ohne die schwarze Antenne nicht für die Hosentasche geeignet. Motorola verlangte damals knapp 4.000 US-Dollar für seine Erfindung. Eine Investition, die sich gelohnt hat. Heute wird das Vintage-Handy für mehrere tausend Euro gehandelt. Auch wenn es nicht mehr funktioniert. Mit dem etwas klobigen Gerät konnte man damals 30 Minuten telefonieren, danach musste es wieder für zehn Stunden aufgeladen werden.

Nokia stieg mit dem 1011 in den Markt ein

Trotzdem war der Knochen von Motorola eine Revolution: Denn bis dahin waren Mobiltelefone fest in Autos eingebaut oder mussten umständlich im Koffer transportiert werden. Die Technologie für DynaTEC stammte von dem eingangs erwähnten Martin Cooper. Coopers Weitsicht zahlte sich für Motorola aus. 1992 stieg Nokia mit dem 1011 in den GSM-Mobilfunkmarkt ein. Das Gerät konnte 99 Telefonnummern speichern und war mit einem monochromen LC-Display ausgestattet. Das 1011 wurde bis 1994 produziert, heute gehört die Mobilfunkwelt den universellen Smartphones. Die Urgesteine Nokia und Motorola sind in Vergessenheit geraten.

Mobilfunk in Deutschland im Jahr 2023

Heute können sich 86 Prozent der Smartphone-Nutzer ein Leben ohne diese Geräte nicht mehr vorstellen. Nicht weniger als 98 Prozent aller Haushalte verfügen über mindestens ein Mobiltelefon. 1998 waren es erst 11 Prozent. Der Branchenverband Bitkom rechnet damit, dass 2023 in Deutschland 21,4 Mio. Smartphones verkauft werden. Im Durchschnitt kostet ein Smartphone 563 Euro.

Jederzeit erreichbar und die Welt in der Hosentasche: Das sind die Vorteile eines modernen Smartphones. Doch es gibt auch Kritik. 76 Prozent kritisieren laut Bitkom die zunehmende Nutzung des Smartphones. Das führe dazu, dass die Menschen immer weniger miteinander reden. Und dann ist da noch das Problem der ausrangierten Geräte. Ende 2022 lagen rund 210 Mio. Altgeräte in deutschen Haushalten ungenutzt herum. In ihnen schlummern wertvolle Rohstoffe. Bitkom empfiehlt daher, nicht mehr benötigte Geräte weiterzugeben, zu verschenken oder fachgerecht zu recyceln.

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