Aktuelle Trends im Messtechnik-Markt

Trotz größeren Wettbewerbs positive Entwicklung

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Die aktuelle Marktlage – besser als gedacht?

Bei unserer nächsten Frage wollten wir von den Vertretern der Messtechnik-Firmen wissen, wie sie die aktuelle Marktlage einschätzen und wo jeweils die Stärken und Schwächen liegen. Yokogawa hatte nach den Worten von Johann Mathä vor allem in den Märkten Energie, Automobil, Maschinenbau und Antriebstechnik ein Wachstum. Allerdings ist man „dort auch abhängig, von den aktuellen Geschäftsentwicklungen, beispielsweise in der Solarindustrie oder der Energiewende. Aber Firmen in diesen Branchen konzentrieren sich derzeit auf Schlüsselfragen, die nur mit Hilfe einer genauen Leistungsmessung beantwortet werden können: Wie können wir die Energieverluste reduzieren? Wie können wir die Leistung deutlich erhöhen oder wie können wir effizient erneuerbare Energiequellen einsetzen? Genau für diesen Bereich bieten wir unsere Produkte an.“

Ziel von Agilent ist es „die Nummer 1 bei den Oszilloskopen zu werden. Da machen wir große Fortschritte.“ Einen Grund sieht Jay Alexander in der Geschichte von HP als weltgrößter Hersteller elektronischer Messtechnik. „Durch unsere Erfahrung und unser technisches Know-how sowohl in der Digital- als auch Hochfrequenztechnik sind wir in der Lage, einzigartige Produkte und Technologien zu entwickeln. Zudem haben wir durch unsere globale Präsenz eine große Nähe zu unseren Kunden und können schnell auf ihre veränderlichen Bedürfnisse reagieren.“

Zudem unterstützt Agilent Ingenieure wenn es darum geht, neue Standards einzuführen. „Wenn wir eine Schwäche haben, dann besteht sie darin, dass wir uns bisher nicht ausschließlich auf elektronische Messtechnik konzentriert haben – und genau deshalb spalten wir uns von Agilent ab und werden zu Keysight Technologies. Wir betrachten das als eine sehr spannende Entwicklung, sowohl für unser Unternehmen als auch für unsere Kunden“.

Teledyne LeCroy feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. „Wir sind sehr zufrieden, wie das Oszilloskop-Geschäft derzeit läuft, auch wenn der Wettbewerb im Markt zugenommen hat. Dank unserem sehr breiten und aktuellen Oszilloskop-Portfolio haben wir für fast jede Anwendung eine ideale Lösung im Programm. Derzeit umfasst das Produktprogramm über 100 Oszilloskope mit 8- und 12-bit Auflösung. Wir führen technologisch den Markt im oberen Bandbreitenbereich seit geraumer Zeit an und wollen diese Marktposition auch nicht mehr abgeben.“, fasst es Albert Hanselmann zusammen.

Ebenso positiv sieht es Wolfgang Bartels von Rigol: „Der Markt der Messtechnik ist für uns nach wir vor wachsend. Wir bieten eine optimale Performance zu bezahlbaren, fairen Preisen. Rigol wird als mittleres Unternehmen sehr flexibel auf die Kundenbedürfnisse eingehen können und kurzfristig entsprechende ‚Anforderungen‘ unserer Kunden in Produkte umsetzen. Für die Kunden war und ist es natürlich auch in Zukunft sehr wichtig, die erforderliche Unterstützung, den entsprechenden Service vor Ort durch Rigol Technologies EU in Puchheim zu bekommen. Allerdings sieht Bartels auch eine Schwäche in der „Skepsis der Kunden gegenüber einem chinesischen Anbieter. Wir haben längst nicht die Awareness/den Brand wie die großen Player in diesem Markt, obwohl die Qualität und Zuverlässigkeit der Rigol-Produkte schon lange dafür den Beweis angetreten haben.“

Bedeckt hält sich Mikael Näsström von Tektronix mit Marktzahlen. „Wir veröffentlichen keine genauen Informationen über unseren Marktanteil, aber im Allgemeinen besteht unser Ziel darin, im Markt die erste oder zweite Position in der Produktkategorie zu belegen, in denen wir Produkte anbieten. Wir suchen ständig nach innovativen Möglichkeiten, um unser Portfolio weiterzuentwickeln und unseren Kunden die derzeit benötigte Test- und die Messtechnik zu liefern.“

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