Hintergrundgespräch Einsatz in Laboren und optional acht Kanäle für Power-Messungen

Das Gespräch führte Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 3 min Lesedauer

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Vor wenigen Tagen hat Rohde & Schwarz mit dem Einsteiger-Oszilloskop MXO 3 ein Gerät präsentiert, das optional bis zu acht analoge Eingänge bietet. Damit sind auch Messungen in der Leistungselektronik möglich.

Das Einsteiger-Oszilloskop MXO3 von Rohde & Schwarz ist für den Einsatz im Labor konzipiert, bietet jedoch die Option, auf acht Kanäle für Leistungsmessungen in der Industrie, im Automotive-Bereich oder bei der Chip-Entwicklung aufzurüsten.(Bild:  Rohde & Schwarz)
Das Einsteiger-Oszilloskop MXO3 von Rohde & Schwarz ist für den Einsatz im Labor konzipiert, bietet jedoch die Option, auf acht Kanäle für Leistungsmessungen in der Industrie, im Automotive-Bereich oder bei der Chip-Entwicklung aufzurüsten.
(Bild: Rohde & Schwarz)

Seit ein paar Tagen ist das neue Einsteiger-Oszilloskop MXO 3 von Rohde & Schwarz auf dem Markt. Es positioniert sich als kompaktes, leistungsstarkes Messgerät mit bis zu 1 GHz Bandbreite und der Option auf vier oder acht analoge Eingangskanäle. Damit macht der Hersteller eine Technologie zugänglich, die bisher nur in deutlich teureren Geräten zu finden war.

Um mehr über die Technik und die strategische Ausrichtung der neuen Serie zu erfahren, habe ich mit Ernst Flemming gesprochen. Er ist Leiter des Produktmanagements für Oszilloskope bei Rohde & Schwarz. Eine Besonderheit von MXO3 und seinen beiden Schwester-Modellen MXO4 und MXO5 ist der eigens entwickelte ASIC MXO-EP. Viele Anwender fragen sich, ob das Herzstück des MXO 3 mit seinen leistungsstärkeren Geschwistern MXO 4 und MXO 5 identisch ist.

Ernst Flemming bestätigt hier die Einheitlichkeit der Technologie:„Im MXO 3 wird der baugleiche MXO-EP ASIC genutzt. Es gibt hier keine Unterschiede zwischen den Modelle MXO 3, MXO 4 und MXO 5. Genau dieser ASIC erlaubt uns im MXO 3 eine viel bessere Performance gegenüber unserem bisher angebotenen RTM 3000. Wir profitieren unter anderem von einer deutlich schnelleren Update-Rate, dem Einsatz von tiefem Speicher und der Möglichkeit, acht Kanäle anzubieten.“

Ein Blick auf die Hardware des MXO 3

Ernst Flemming von Rohde & Schwarz über das Oszilloskop MXO 3: „Der ASIC MXO-EP erlaubt uns eine bessere Performance der Messgeräte.“(Bild:  Rohde & Schwarz)
Ernst Flemming von Rohde & Schwarz über das Oszilloskop MXO 3: „Der ASIC MXO-EP erlaubt uns eine bessere Performance der Messgeräte.“
(Bild: Rohde & Schwarz)

Auf die Frage, welche spezifischen Funktionen und Eigenschaften die Serie MXO 3 besonders attraktiv gegenüber früheren Modellen und Wettbewerbsprodukten machen, fasst Flemming die Alleinstellungsmerkmale des Geräts prägnant zusammen: „Fast – Precise – Compact.“ „Zur Geschwindigkeit sind einige Beispiele zu nennen: Die schnellere Update Rate von bis zu 4,5 Mio. Messkurven pro Sekunde, die uns unglaubliche 99 % des Signals sichtbar machen lässt. Auch 50.000 FFTs pro Sekunde sind einmalig und erlauben flüssigeres Arbeiten bei Frequenzanalysen. Nur durch die schnelle Update Rate können Anwender auch mit tiefem Speicher flüssig arbeiten.“

„Der Aspekt der Präzision zeigt sich in hervorragenden Rauschwerten, der permanenten vertikalen 12-Bit-Auflösung und dem digitalen Trigger, der es erlaubt, kleinste Signaldetails zu isolieren.“

„Und Kompakt ist das MXO 3 dank seines großen 11,6-Zoll-Full-HD-Displays mit intuitiv bedienbarem User Interface, einem kompakten Gehäuse, nur rund 4 kg Gewicht, VESA-Mount-Kompatibilität sowie einem geräuscharmen Betrieb, was ein ruhiges Arbeiten ermöglicht. Im direkten Vergleich mit Konkurrenzprodukten werden diese Unterschiede sehr deutlich.“

Marktausrichtung und Alleinstellungsmerkmale

Rohde & Schwarz zielt mit dem MXO 3 auf einen breiten Anwendungsbereich, erweitert aber die Zielgruppe durch seine Konfigurationsmöglichkeiten. Ernst Flemming erläutert: „Wir haben den MXO 3 für den allgemeinen Einsatz in Laboren entwickelt, aber mit der Option auf acht Kanäle erlauben wir zusätzlich Power-Messungen in der Industrie, Automotive-Anwendungen, bei Chip-Entwicklungen und mehr.“

„Das Angebot von acht Kanälen bietet in dieser Klasse weder Keysight, Tektronix noch Teledyne LeCroy. Alle diese Mitbewerber haben deutlich teurere Einstiegspreise für acht Kanäle – in der Regel sind sie mindestens doppelt so teuer.“

Benutzerfreundlichkeit und flexible Erweiterungen

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Benutzeroberfläche gelegt. Die Bedienbarkeit wurde über die gesamte Oszilloskop-Palette von Rohde & Schwarz hinweg optimiert: „Wir haben die Bedienbarkeit für alle unsere Oszilloskope optimiert, mit vollständiger Touch-Bedienung, Signal-Icons, einer Toolbar und einem gut strukturierten Menü, das die Einarbeitung sehr schnell ablaufen lässt. Falls man etwas nicht sofort findet, haben wir sogar eine Suchfunktion integriert, ähnlich der Bedienung eines Smartphones.“

Auch in puncto Zukunftssicherheit ist das MXO 3 flexibel aufgestellt. „Der MXO 3 kann in der Bandbreite erweitert werden. Wir bieten umfangreiche Optionen für Trigger & Decode der Busse für Embedded, oder Automotive an. Darüber hinaus gibt es spezielle Power-Anwendungen wie Bode Plot und FRA-Analyse.“ (heh)

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