Elektroautos sollen möglichst schnell geladen werden, und zwar am besten mit regenerativ erzeugtem Strom. Möglich ist das auch bei hohem Strombedarf mithilfe von externen Energiespeichern.
Bild 1: Werden Elektrofahrzeuge mit High Power Charging (HPC) geladen, kann ein kurzfristig hoher Energiebedarf mit Energiespeichern abgefangen werden.
(Bild: Phoenix Contact)
Zur Optimierung der Energiestrategie und Ressourcenverteilung in Ladeparks setzt die Power Innovation, Hersteller für Schaltnetzteil-Stromversorgungen, auf die Anbindung von Ladestationen an Batteriespeicher. Ein kurzfristig hoher Energiebedarf in Ladeparks kann dann mithilfe von externen Energiespeichern bequem abgefangen werden (Bild 1).
Soll die Elektromobilität eine Erfolgsgeschichte werden, müssen Elektrofahrzeuge schneller geladen werden. Da die hierzu erforderliche hohe Anschlussleistung nicht überall vorhanden ist, muss sie oft zu hohen Kosten nachgerüstet werden. Eine interessante Alternative ist dann die Nutzung von Batterien als Energiespeicher (Bild 2).
„Unsere Energiespeicher ermöglichen dank der Einspeisung erneuerbarer Energien eine kleinere Anschlussleistung“, erläutert Dipl.-Ing. Bernhard Böden, Geschäftsführer der Power Innovation Stromversorgungstechnik GmbH (Bild 3), sein Konzept. „Auch die energetische Versorgung von Ladeparks zu Spitzenzeiten wird auf diese Weise clever umgesetzt.“
Schauen wir uns ein Rechenbeispiel an: Sind vier Ladepunkte mit je 350 kW Leistung installiert, lassen sich bei gleichzeitiger Nutzung 1,4 MW abrufen. Dabei gilt es zu beachten, dass die Leistung nur für rund 15 Minuten benötigt wird – und nicht zu 100% zur Verfügung stehen muss. Der Gleichzeitigkeitsfaktor der Auslastung liegt pro Ladestation bei 80%. Eine Mittelspannungs-Schaltanlage kostet etwa 300.000 €. Hinzu kommt die Ladestation mit zwei Ladepunkten plus Verteilerschrank für circa 200.000 €. Rechnet man noch mit Wartungskosten von etwa 10.000 € pro Jahr, und geht man von einer Amortisierungszeit der Anlage von fünf Jahren aus, dann geht es hier immerhin um eine Gesamtsumme von 550.000 €.
Das Rechenbeispiel zeigt, dass Aufwand und Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis stehen. Denn die Investitionssumme muss über die Nutzung der Säule – also über die Anzahl der Ladevorgänge und der verkauften Energie – finanziert werden.
In diesem Zusammenhang spielt es auch eine Rolle, welcher Betrag dem Kunden berechnet werden soll. Aufgrund des nicht unerheblichen Strompreises sowie eines veranschlagten Gewinns von 9 Cent/kWh müssen also fünf Jahre lang pro Tag 35 bis 70 Ladevorgänge an der Säule durchgeführt werden. Für heutige Verhältnisse ist das schon beachtlich. „Doch soll eine emissionsfreie Zukunft kein Lippenbekenntnis sein“, so Böden, „führt am Ausbau der Elektromobilität – in Kombination mit der Nutzung regenerativ erzeugter Energien – kein Weg vorbei.“
Anschlussleistung und -kosten preiswerter bereitstellen
Um den Aufbau von Ladeinfrastruktur bezahlbar zu machen, müssen die Bereitstellung der hohen Anschlussleistung und die damit verbundenen Kosten gesenkt werden. „Zu diesem Zweck lassen sich unsere Batterien als Energiespeicher einsetzen“, erläutert Böden. „Der Batteriespeicher dient primär der Wechselstromversorgung und beliefert auf der sekundären Seite die Ladestationen mit Gleichstrom.“ Der Speicher stellt folglich die für den Ladevorgang notwendige Energie zur Verfügung und wird mit einer geringen Primärleistung wieder bis zur vollen Kapazität aufgeladen.
Der Vorteil des Batteriespeichers gegenüber einer Schaltanlage ergibt sich aus den laufenden Stromkosten. Für die große Anschlussleistung der Schaltanlage muss ein höherer Grundtarif gezahlt werden, wobei der Preis pro kWh gering ist. Bei der niedrigeren Anschlussleistung des Batteriespeichers fällt der Grundtarif günstiger aus, hier sind allerdings die Kosten pro kWh hoch. „Dennoch erweist sich die Speichervariante bei gleichen Investitionskosten als wirtschaftlicher im Betrieb“, so Böden, „denn als Abtrag zur Finanzierung können durchaus höhere Beträge erzielt werden als bei der Versorgung direkt aus der Mittelspannungsanlage.“ Wird die Batterie mit einer vorhandenen Solar- oder Windkraftanlage gekoppelt, wirkt sich das noch günstiger auf die laufenden Kosten aus.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.