Künstliche Intelligenz Nvidia will mit Cloud-Dienst für künstliche Intelligenz punkten

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Mit der Popularität neuer KI-Systeme wie des Text-Automaten ChatGPT will der Chipkonzern Nvidia sein Geschäft weiter ausbauen. Ressourcen dafür sollen für Unternehmen über die Cloud abrufbar sein. Firmenchef Jensen Huang sieht eine neue Computer-Ära anbrechen.

Nvidia will dank KI-Boom das Geschäft mit Cloud-Diensten ausbauen. Auch das Gaming-Segment erholt sich von dem Abschwung nach der Pandemie. (Bild:  Nvidia)
Nvidia will dank KI-Boom das Geschäft mit Cloud-Diensten ausbauen. Auch das Gaming-Segment erholt sich von dem Abschwung nach der Pandemie.
(Bild: Nvidia)

Der Chipkonzern Nvidia profitiert vom Boom bei Anwendungen mit künstlicher Intelligenz. Nun soll ein Cloud-Angebot dafür das Geschäft ausbauen. Im vergangenen Quartal übertraf Nvidia trotz deutlicher Rückgänge bei Umsatz und Gewinn die Markterwartungen. Die Aktie sprang im nachbörslichen Handel am Mittwoch um fast neun Prozent hoch.

Es war vor allem das Geschäft mit Rechenzentren, das die Einbußen bei Grafikkarten abfederte. Der nun mit Abstand größte Nvidia-Bereich wuchs im Jahresvergleich um elf Prozent auf 3,62 Milliarden Dollar.

Nvidias Technologien eignen sich gut für Angebote auf Basis künstlicher Intelligenz. Der Konzern will auf den Trend weiter eingehen und seine Ressourcen durch Partnerschaften mit großen Anbietern von Cloud-Diensten breiter verfügbar machen.

"KI befindet sich an einem Wendepunkt, der eine breite Akzeptanz in jeder Branche ermöglicht", sagte Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA. "Von Startups bis hin zu Großunternehmen sehen wir ein gesteigertes Interesse an der Vielseitigkeit und den Fähigkeiten generativer KI.

"Wir sind bereit, unseren Kunden dabei zu helfen, von den Durchbrüchen in generativer KI und großen Sprachmodellen zu profitieren. Unser neuer KI-Supercomputer mit H100 und seiner Transformer Engine und Quantum-2 Networking Fabric ist in voller Produktion.

Nvidia-Infrastruktur soll mit leistungsstarken Computern in Rechenzentren etwa von Google oder Microsoft installiert werden, damit Unternehmen darauf zugreifen können, erläuterte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Dies könne den Einsatz von Anwendungen mit künstlicher Intelligenz wie des aktuell populären Text-Automaten ChatGPT in Firmen beschleunigen."

Die Berechnung solcher KI-Modelle sei in den vergangenen zehn Jahren eine Million Mal schneller geworden, betonte Huang. Wir seien zweifelsfrei in einer neuen Computer-Ära.

Bei Grafikkarten fiel der Umsatz im vergangenen Quartal um 46 Prozent auf 1,83 Milliarden Dollar. Dem Geschäft machen das Schrumpfen des PC-Marktes sowie das abgekühlte Interesse an Kryptowährungen zu schaffen, für deren Erzeugung oft Grafikkarten von Nvidia eingesetzt werden.

Insgesamt sank Nvidias Umsatz im Ende Januar abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um 21 Prozent auf 6,05 Milliarden Dollar (5,71 Mrd Euro). Analysten hatten eher mit sechs Milliarden Dollar gerechnet.

Unterm Strich fiel der Gewinn um 53 Prozent auf gut 1,4 Milliarden Dollar. Mit der Umsatzprognose von etwa 6,5 Milliarden Dollar für das laufende Quartal übertraf Nvidia ebenfalls die Analysten-Erwartungen.

(mbf)

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