Künstliche Intelligenz bietet in der Elektronikentwicklung weit mehr als punktuelle Effizienzvorteile: Wird KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzt, kann sie ihre volle Wirkung entfalten. Dann eröffnen sich neue Potenziale. Entscheidend sind eine klare Strategie und die frühzeitige Einbindung der Entwicklungsteams.
KI in der Elektronikentwicklung bietet weit mehr als schnelle Prozesse: Richtig eingesetzt, wird sie zum strategischen Innovationstreiber entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten das Leiterplattenlayout in wenigen Stunden statt in mehreren Tagen abschließen, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Das Münchner Start-up Celus zeigt, wie das gelingen kann: Mit einer KI-gestützten Plattform, die Aufgaben wie Bauteilauswahl und Schaltplanerstellung automatisiert und die Entwicklungszeit signifikant verkürzt. Solche Beispiele verdeutlichen, dass künstliche Intelligenz in der Elektronikentwicklung kein Zukunftsthema mehr ist, sondern ein handfester Produktivitätsfaktor.
KI als Werkzeug: Von punktuellen Lösungen zum strategischen Hebel
In der Praxis zeigt sich ein ambivalentes Bild: Zwar beschäftigen sich laut Bitkom 57 % der Unternehmen mit KI, tatsächlich im Einsatz ist sie jedoch nur bei einem Fünftel [1]. McKinsey spricht von 21 %, die generative KI über mehr als eine Unternehmensfunktion hinweg nutzen [2]. Der Engpass liegt nicht bei der Technik, sondern im strategischen Blick auf Wertschöpfung.
Viele Anwendungen bleiben bislang punktuell: Entwickler nutzen etwa ChatGPT zur Codegenerierung oder zur Unterstützung bei Testaufgaben. Ein Beispiel aus der Medizintechnik beschreibt den Einsatz generativer KI zur automatisierten Erstellung von Testcodes. Es arbeitet pragmatisch, aber isoliert.
Erst durch gezielten und kontextsensiblen Einsatz entfaltet KI ihren Mehrwert. So setzt der EMS-Dienstleister Limtronik KI in der automatisierten optischen Inspektion (AOI) ein. Eine KI-basierte Bauteilerkennung senkt dort die Fehlerquote signifikant. Das ist ein klarer wirtschaftlicher Effekt.
KI als Teil der digitalen Wertschöpfung
Die eigentliche Leistungsfähigkeit von KI zeigt sich, wenn sie über Einzelschritte hinaus integriert wird, beispielsweise in durchgängige, automatisierte Workflows. Autodesk Fusion 360 ist ein Beispiel: Die Plattform verbindet Konstruktion, Simulation, Leiterplattenlayout, Fertigungsplanung und PLM in einer cloudbasierten Umgebung mit KI-Funktionen. Das ermöglicht nicht nur schnellere Iterationen, sondern schafft einen kontinuierlichen Datenfluss zwischen Entwicklung und Produktion.
Bosch geht mit seiner Plattform „copperdot“ einen ähnlichen Weg: Eine KI analysiert automatisch die technischen Anforderungen aus CAD-Daten und beschleunigt so den Angebotsprozess für Leiterplattenhersteller und Entwickler. Das bedeutet einen spürbaren Effizienzgewinn im Beschaffungsprozess.
Neue Möglichkeiten jenseits der Effizienz
KI kann mehr als nur Prozesse beschleunigen: Sie verändert die Spielregeln der Produktentwicklung. Unternehmen wie CircuitMind gehen bereits über assistierende Anwendungen hinaus: Hier übernimmt KI die vollständige Schaltungssynthese auf Basis funktionaler Anforderungen. Das eröffnet neue Freiheitsgrade im Designprozess. Auch in der Produktion entfaltet KI Wirkung. Predictive Maintenance mit Systemen wie von ai-omatic solutions verbessern nicht nur die Anlagenverfügbarkeit, sondern senken langfristig Betriebskosten und reduziert Ausfallzeiten.
So werden KI-Businesspotenziale nutzbar
Zahlreiche Unternehmen vermuten eine hohes Potenzial durch dein Einsatz mit KI. Allerdings zögern sie mit ersten konkreten Schritte. Um diese Kluft zu überwinden, braucht es klare Orientierung, gezielte Pilotprojekte und ein gemeinsames Verständnis, wie KI tatsächlich Wert schafft. Workshops und strukturierte Begleitung, wie sie etwa im Rahmen von „KI-Businesspotenziale erkennen und nutzen“ von Colenet angeboten werden, helfen Unternehmen dabei, den strategischen Einstieg zu finden und aus KI echten Mehrwert zu generieren.
So leistungsfähig KI auch ist, sie entfaltet ihr Potenzial nur, wenn Unternehmen ihre Teams mitnehmen. Noch herrscht in vielen Entwicklungsabteilungen Unsicherheit: Bedeutet KI Kompetenzverlust? Wird die eigene Arbeit entwertet? Eine zukunftsfähige Unternehmenskultur braucht hier klare Leitplanken:
Transparenz über Fähigkeiten und Grenzen der Technologie,
Qualifikation durch praxisnahe Schulungen und
Verantwortung durch Vertrauen statt Kontrolle.
Nur so lässt sich Akzeptanz schaffen und den Weg für systemische Anwendungen ebnen. Viele Unternehmen sehen Potenzial, zögern aber beim ersten Schritt. Hier helfen strukturierte Pilotprojekte, praxisorientierte Workshops und eine klare Roadmap.
Künstliche Intelligenz verändert die Elektronikentwicklung nicht nur punktuell, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das beginnt von der Konzeption und reicht bis zur Fertigung. Setzen Unternehmen KI gezielt und systemisch ein, steigern nicht nur ihre Effizienz, sondern eröffnen sich neue Entwicklungsmöglichkeiten und sichern sich langfristige Wettbewerbsvorteile. (heh)
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.