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Dezentrale Energieversorgung mit Cloud-Anbindung
Kompakte Kraft-Wärme-Systeme im Container für eine dezentrale Energieversorgung sind ein weiteres Beispiel für die Verbindung von Industrie und Cloud. Die Anlagen erzeugen aus verschiedensten Biomasse-Arten ein Synthesegas, mit dem Strom und thermische Energie generiert werden. Gedacht sind die Anlagen etwa für die Grundstromversorgung in Ländern ohne stabile Stromversorgung, aber auch für die Verwertung von organischen Abfallstoffen in der heimischen Industrie. Die Container sind so ausgelegt, dass sie weitgehend automatisch arbeiten. Sie sind aber über Kabel oder Mobilfunk mit dem Internet verbunden.
Steuerung und Auswertung von Messdaten erfolgen über den Struxurware-Automation-Server, der auf Microsoft Azure läuft. Mit verschiedenen Cient-Rechnern kann dann weltweit mittels des Resource Advisors auf die Messdaten der Kraftwerke zugegriffen werden, um daraus Übersichten und Berichte zu generieren. Bei Anlagen, die an ein öffentliches Stromnetz angeschlossen sind, hat der Netzbetreiber zudem direkten Zugriff auf die Mittelspannungsanlage im Kraftwerk.
Industrieanlagen mit Cloud- und damit Internet-Anbindung erfordern natürlich eine leistungsfähige Netzwerkstruktur und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, um die Produktionsanlagen vor Angriffen zu schützen. Hier kommt der IT-Channel ins Spiel, der für beides sorgen kann.
Thyssenkrupp: Aufzüge mit Azure und Hololens
Die Aufzug-Sparte von Thyssenkrupp setzt bereits heute bei der Wartung auf Microsoft Azure IoT. Die cloudbasierte Wartungslösung wertet Betriebsdaten der Aufzüge automatisch aus und errechnet daraus die Restlebensdauer von Komponenten und Systemen, damit sie ausgetauscht werden können, bevor sie ausfallen. So werden nicht nur Störungen von Aufzügen mit Passagieren an Bord vermieden, sondern auch Wartungsplanungen erleichtert.

Als weitere Stufe der Zusammenarbeit will Thyssenkrupp nun Servicetechniker mit der Mixed-Reality-Brille Hololens ausstatten. So können Techniker direkt auf technische Informationen der Aufzüge zugreifen, die in ihr Blickfeld eingeblendet werden. Beide Hände bleiben frei. Zudem ist eine Expertenunterstützung per Bildübertragung und Skype möglich. In der Hololens ist ein eigenständiger Rechner mit Windows 10 integriert, der über umfangreiche Sensoren fähig ist, seine Umgebung zu erkennen und mit ihr zu interagieren.
Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal IT Business erschienen.
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