Steckverbinder

IDIoT oder der Ausweis (ID) zum Internet der Dinge (IoT)

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Das Datennetz ist schon da – das Überallnetz oder Ethernet

Was mit dem RFID-Tag (2 m Reichweite) begonnen hat, kann beim Vorhandensein eines Datennetzes problemlos global eingesetzt werden. Plötzlich werden aus den eigenschaftsbehafteten Dingen, welche ihre Charakteristika im RFID-Tag tragen, aktive Sensoren und Aktoren, die zum einen Informationen selbstständig melden können, zum anderen Informationen erhalten und daraus Reaktionen auslösen können.

Egal ob verdrahtet (LAN), mobil (WAN) oder pseudo-mobil (WLAN), heutzutage kann man Informationen zwischen nahezu beliebigen Punkten dieser Welt (außer vielleicht Teilen von Afrika und der Mongolei) in beliebiger Bandbreite übermitteln. Dabei hilft die Tatsache, dass Informationen im Internet der Dinge nicht unbedingt echtzeitabhängig (synchron) sein müssen, auch zeitversetzter (asynchroner) Informationsaustausch ist in vielen Fällen ausreichend.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS 11/2015 erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Ein viel größeres Problem ist die Vielzahl der Dinge im IoT (Internet of Things). Ihr Router zuhause und alle Router im Internet wissen, auf welchen Wegen die Informationen geschickt werden müssen, oder finden das nach einer Weile heraus. Dieses Mapping verlangt nach umfangreicher Intelligenz im Netz und soll hier nicht weiter behandelt werden.

Es ist aber einleuchtend, dass mehr Teilnehmer im Netz längere Adressen zur eindeutigen Identifikation erfordern. Dies hat man bereits 1998 vorhergesehen als zum existierenden Internet-Protokoll IPv4 das IPv6 entwickelt wurde, das global ca. 3,4×1038 Adressen zulässt.

Im Jahr 2014 lief noch 99% des globalen Internetverkehrs über IPv4 und im März 2015 hat Google nur 6% der Suchanfragen über IPv6 erhalten, obwohl bereits 13% der Webserver IP6v unterstützen. Hier ist also genug Raum für die Zukunft (Bild 1).

Sollten Sie in der glücklichen Lage sein, ein Chalet in der Schweiz zu besitzen oder eine Finca auf Mallorca, dann können Sie schon heute das Internet der Dinge nutzen, ohne sich darüber Gedanken zu machen: Für einige zig-Euro erhalten Sie fernsteuerbare Heizungsregler, Webcams, Bewegungsmelder oder Temperaturmesser, die Sie mit Hilfe einer – meist kostenlosen – App per Smartphone ansprechen können.

Wenn Sie sich dann noch eine Watch zu Ihrem Smartphone kaufen, können Sie Ihre Gesundheitsdaten Ihrem Arzt übermitteln, der Sie dann per GPS ortet und den Hubschrauber abruft, bevor Sie in einen kritischen Zustand verfallen. Aber Vorsicht, auch diese Daten sind anzapfbar!

Und sollten Sie sich demnächst einen neuen Kühlschrank kaufen, dann vergessen Sie nicht das Modell mit der integrierten Webcam zu wählen, die den Inhalt desselben beim letzten Öffnen geknipst hat, sodass Sie immer abrufen können, was noch einzukaufen ist.

Einen Barcodeleser am Kühlschrank hat sich der Autor schon seit Jahren gewünscht, damit der Lieferservice automatisch das zu Ende gegangene Produkt wieder auffüllt – es wird nicht mehr lange dauern, dann gibt es auch diese Funktion.

Natürlich ist das Internet der Dinge weit mehr und soll alle Dinge in unser tägliches Leben integrieren.

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