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4. Mitarbeiter konsequent schulen
In zu vielen Unternehmen gilt der Einkauf noch immer als Black Box. Wichtig erscheint nur, ob die benötigten Vorprodukte und Komponenten rechtzeitig eintreffen.
Gerade weil im Einkauf, und speziell im Electronic Sourcing, ein hohes Potenzial zur Kosteneinsparung vorhanden ist, müssen die damit befassten Mitarbeiter gut geschult werden. Den entscheidenden Wertbeitrag kann der Einkauf nur dann erbringen, wenn die Unternehmensleitung bereit ist, die Mitarbeiter in der Beschaffung konsequent weiterzuqualifizieren.
Statt unkontrollierter Einzelaktionen muss es für Electronic Sourcing verbindliche Regeln geben, wann und wie eine Ausschreibung zu erfolgen hat. Nur so können Unternehmen damit Kosten und Zeit bei der Beschaffung sparen.
5. Strategisches Lieferantenmanagement aufbauen
Mittelfristiges Ziel der Nutzung von Electronic Sourcing ist es, möglichst viele Lieferanten über einen Sourcing-Marktplatz erreichen zu können, um mit ihnen dauerhaft so eng wie möglich zu kooperieren.
Ein solches strategisches Lieferantenmanagement muss den gesamten Prozess von der Erstellung einer Ausschreibung über die Lieferantenauswahl und die enge Kooperation mit Herstellern - beispielsweise schon bei der Erstellung von Konstruktionszeichnungen - bis hin zur Zahlungsabwicklung umfassen.
Wer beim Aufbau eines derartigen Lieferantennetzwerks an die Funktionsweise sozialer Netzwerke denkt, liegt genau richtig. Denn bei der Optimierung der Auftragsbearbeitung und -steuerung wird die Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Lieferanten immer wichtiger.
Fazit: Electronic Sourcing schafft Kosteneffizienz und Wettbewerbsvorteile
"Für viele Unternehmen, vor allem im Mittelstand, ist Electronic Sourcing noch Neuland. Im besten Fall haben einige sporadische Erfahrungen gesammelt - von einem strategischen Vorgehen kann jedoch keine Rede sein", so Martin Hengstmann.
"Wer einige Grundregeln beachtet und Electronic Sourcing für die Ausschreibung exakt definierter Bauteile, Fertigungskomponenten, Systemmodule oder industrielle Dienstleistungen einsetzt, wird sehr schnell die Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Einkauf erkennen.
Einer der zentralen Aspekte: Unternehmen können damit komplexe und maßgeschneiderte Produkte oder Teile schneller und kosteneffizienter besorgen und sich damit Wettbewerbsvorteile verschaffen", fasst Martin Hengstmann zusammen.
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