Die Environmental Affairs der EMS-Industrie: Die Vorteile eines konsequenten Hightech-Recyclings erklärt Peter Kolbe, MPM Environment Intelligence.
(Bild: MPM Einvironment Intelligence)
Da die EMS-Industrie mit ihren Produktionsmitteln heute vermehrt mit Gefahrstoffen agiert, die sich als solche gar nicht als so typisch erkennen lassen, sollen die Teilnehmer dahingehend sensibilisiert werden. Dies ist ein wichtiger Aspekt, um zu realisieren, dass aus einem ungefährlichen Produkt schnell ein gefährlicher Abfall entstehen kann, für den allein der Hersteller verantwortlich zu machen ist.
Den Teilnehmern am EMS-Tag wird daher ein kurzer Exkurs in die aktuelle Umweltgesetzgebung vermittelt. Es wird auf die Unternehmerpflichten aus dem KrWG, dem ElektroG und dem BImSchG eingegangen. Unter Anderem werde ich auf die Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Sorgfaltspflicht bei der Erzeugung und dem Verbleib der produktionsbedingten Abfälle eingehen.
Ebenso spricht der Referent über die Produktverantwortung im Sinne der lifetime-balance aus dem ElektroG. Abschließend kommen die Auflagen aus dem BImSchG zur Sprache. In dieser Sequenz geht es speziell um die kontinuierliche Reduzierung von schädlichen Umweltverunreinigungen während der eigentlichen Produktionsprozesse, aber auch um die Umweltaspekte die von den Produktionsabfällen ausgehen können.
Als Nächstes deckt der Referent typische Abfallwege für E-Schrott auf, die unweigerlich in Drittländer führen und dort Konsequenzen für die Umwelt und insbesondere auch für Kinder nach sich ziehen, die nicht länger geduldet werden dürfen. Die Unterschiede zwischen einem Hightech- und dem Hightprice-Recycling visualisiert der Referent Anhand von ausgewähltem.
Es folgt eine Erläuterung der Vorteile, die ein konsequentes Hightech-Recycling in Europa für die Umwelt, aber auch für den europäischen Wirtschaftsraum nach sich zieht. Zum Abschluss verweist der Referent auf typische Merkmale, anhand derer ein Hightech-Recycling zu erkennen ist.
Nach seiner technischen Ausbildung absolvierte Referent Peter Kolbe ein Studium zum Dipl.-Wirtschaftsingenieur. 1995 übernahm er die Leitung des Profitcenters Recyclingtechnik der FUBA Printed Circuits GmbH in Gittelde. Es folgte im Jahr 2000 der Aufbau und die Verantwortlichkeit für ein integriertes Managementsystems (DIN ISO 14001 und OHSAS) für die Standorte der FUBA.
Am 01.01.2005 erfolgte mit Herrn Kolbe als Komplementär die Gründung der MPM Environment Intelligence KG durch einen klassischen MBO seines Profitcenters Recyclingtechnik. Die MPM ist heute Industriedienstleister für die gesamte europäische Elektroindustrie.
Mit dieser einzigartigen Aufbereitungstechnologie für Leiterplattenabfälle erhielt die MPM bereits zwei Innovationspreise, die ihr von Umweltminister Gabriel überreicht wurden. 2017 gewann die MPM einen Wettbewerb im Rahmen des Niedersächsischen Innovationsförderprogramms „Nachhaltiges Wirtschaften“ und wird sich auf dem Niedersachsenstand der Hannover Messe mit ihren aktuellen Forschungsergebnissen präsentieren.
Peter Kolbe konnte sich durch sein jahrelanges Engagement, unter anderem auch bei der Mitarbeit in Umweltgremien des UBA, ein profundes Wissen hinsichtlich der Umweltgesetzgebung und den damit einhergehenden Unternehmerpflichten erwerben: www.ems-tag.de.
Umgang mit Bauteile-Verknappung und Allokation
In einer abschließenden Expertenrunde diskutieren Vertreter von Bauelementeherstellern, Distributoren und EMS-Providern unter Einbezug der Seminarteilnehmer über den Umgang mit Allokation und langen Lieferzeiten. Weitere Informationen zu den Diskutanten folgen später und finden Sie zeitnah auf www.ems-tag.de.
Die Teilnahmegebühr für diesen außergewöhnlichen Managementevent beträgt für den Erstanmelder regulär 960 Euro plus MwSt. Jeder weitere Teilnehmer aus demselben Unternehmen bezahlt nur 480 Euro plus MwSt.
Fragen aller Art beantwortet Ihnen Chefredakteur Johann Wiesböck gerne unter johann.wiesboeck@vogel.de. Alle Infos und das Anmeldeformular zum EMS-Tag 2018 finden Sie auf www.ems-tag.de.
Stand: 08.12.2025
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