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Bachelorarbeit im Unternehmen verfassen
Der Fachkräftemangel bietet den Studenten gute Chancen für einen reibungslosen Berufseinstieg: „Alle unsere Absolventen haben bisher einen Job bekommen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Detmar Arlt, Professor des Fachbereichs Elektrotechnik.
Der Professor rät den Unternehmen, Studenten bereits während der Bachelor-Arbeit zu betreuen, um sie an sich zu binden. Bei Ormazabal sind mehrere seiner ehemaligen Studenten beschäftigt, teilweise seit mehr als zehn Jahren. Auch aktuelle Studenten sind derzeit bei Ormazabal tätig. „Pro Jahr bieten wir etwa ein bis zwei Studenten die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit bei uns zu verfassen“, sagt Leire Zarraga, Personalentwicklerin bei Ormazabal.
Einer davon ist Jan Rudolph, der zurzeit seine Bachelor-Arbeit im Unternehmen schreibt und dort seit einem halben Jahr in Vollzeit arbeitet. Den Studenten der FH zeigt er seinen Arbeitsbereich bei einer Führung durch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Dort wird die Verschleißfestigkeit der Anlagen unter anderem in einer Klimakammer und einer Salznebelanlage getestet. Messfelder simulieren die Auswirkung von Hochspannung auf die Anlagen, wie Jan Rudolph den Studenten in einem knisternden Experiment verdeutlicht. Demnächst will er seine Bachelor-Arbeit abgeben und danach weiterhin für Ormazabal tätig sein.
Veränderte Anforderungen an Arbeitgeber
Wenn sich ein Bewerber für einen Arbeitgeber entscheidet, spielen neben einer attraktiven Tätigkeit die sogenannten „weichen“ Faktoren wie beispielsweise Familienfreundlichkeit eine wichtige Rolle. Zusätzlich zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung und einem guten Betriebsklima bietet Ormazabal regelmäßige Fortbildungsmöglichkeiten an.
„Wir haben ein jährliches Budget im sechsstelligen Bereich für Weiterbildungen eingeplant. Solche Angebote zur Weiterentwicklung sind wichtig, um Fachkräfte langfristig zu binden“, sagt Leire Zarraga. Außerdem nimmt das Unternehmen am Pilotprojekt „Der Zukunft voraus durch Qualifizierung“ zur Mitarbeiterqualifizierung teil, um das Ziel des lebenslangen Lernens weiter zu fördern.
Weiblicher Nachwuchs für die Elektroindustrie
Der Zugang zum Studium scheitert oftmals schon am vorausgesetzten Grundpraktikum, da viele kleinere Betriebe aufgrund fehlender sanitärer Anlagen keine weiblichen Arbeitskräfte beschäftigen dürfen. Ormazabal bietet interessierten Schülern oder Studenten beider Geschlechter regelmäßig Praktikumsplätze an. Das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern im Unternehmen ist ausgeglichen.
Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen gefordert
Um die Herausforderung fehlender Fachkräfte in der Elektroindustrie zu lösen, ist eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bildungseinrichtungen gefordert. Ormazabal kooperiert zukünftig verstärkt mit technischen Hochschulen und bietet durch Veranstaltungen wie den Studientag Möglichkeiten, den späteren Beruf kennenzulernen. Mit Erfolg: „Ich suche zurzeit ein Praktikum für mein Praxissemester und werde mich dafür bei Ormazabal bewerben“, beschließt Tim Hippler am Ende des Tages.
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