Aktuelle Display-Trends Displays für Industrie, Automobil und Medizin

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Für die verschiedenen Märkte bietet Display-Hersteller Tianma unterschiedliche Display-Techniken an. Sei es Mikro- und Mini-LED sowie OLED oder die bewährten LC-Displays. Jeder Markt hat seine besonderen Eigenheiten und Anforderungen an das Display.

Displays im Fahrzeug müssen neben technischen Spezifikationen auch die Formensprache berücksichtigen. Das LTPS-Curve TED mit 28,5''.
Displays im Fahrzeug müssen neben technischen Spezifikationen auch die Formensprache berücksichtigen. Das LTPS-Curve TED mit 28,5''.
(Bild: Tianma)

Elektronische Displays gelten als Wegbereiter einer multimedialen Welt. Will man sich einen Überblick über die aktuellen Trends und Entwicklungen der Display-Branche machen, dann geht man auf Messen. Auf der electronica 2022 hatte der chinesische Display-Hersteller seine aktuellen Produkte. Darunter Mikro-LED, Mini-LED, AM-LED, Displays für das Fahrzeug, für die Industrie oder in Geräten.

Ein transparentes Mikro-LED-Display mit einer Diagonalen von 9,38''.
Ein transparentes Mikro-LED-Display mit einer Diagonalen von 9,38''.
(Bild: Tianma)

Mikro-LED: Wenn man Experten aus der Display-Branche nach der nächsten Generation bei der Display-Technik befragt, so ist die Antwort: Mikro-LED. Im Vergleich zu aktuellen Display-Techniken, wie OLED oder dem weit verbreiteten LC-Display, bieten Mikro-LED-Displays eine höhere Auflösung und Helligkeit, mehr Kontrast und langer Lebensdauer. Dank der einzelnen Pixel sinkt zudem der Energieverbrauch. Im Vergleich zu einem LC-Display lässt sich ein aus Mikro-LEDs aufgebautes Displays individuell steuern. Im Gegensatz zu LCDs können Mikro-LEDs flexibel gestaltet werden.

Ein flexibles Mikro-LED-Display mit 7,56''.
Ein flexibles Mikro-LED-Display mit 7,56''.
(Bild: Tianma)

Tianma hat das weltweit erste Mikro-LED-Display mit einer Transparenz von mehr als 70 Prozent, einer Auflösung von 960 x 480 und einem Pixelabstand von 222 µm entwickelt. Es verwendet eine TFT-LTPS-Backplane. Einsetzen lässt es sich beispielsweise in Autofenstern und Head-up-Displays, um Geschwindigkeit, Zeit oder Straßenzustand für Fahrer und Passagiere anzuzeigen.

Basieren die flexible Mikro-LED-Anzeigen auf einem PI- (Polyimid-)Substrat, sind sie sowohl nach innen als auch nach außen biegbar. Hersteller Tianma hat nach eigenen Angaben die weltweit erste nach innen gebogene Mikro-LED-Anzeige mit einem Biegeradius von 5 mm entwickelt. Das flexible Mikro-LED-Display mit einer Diagonalen von 7,56'' mit nach außen gebogenem Display hat eine Auflösung von 720 x 480 und bis zu 114 PPI.

Größere LEDs verwendet das Mini-LED-Display P0.47 mit einer Diagonalen von 12.8''.
Größere LEDs verwendet das Mini-LED-Display P0.47 mit einer Diagonalen von 12.8''.
(Bild: Tianma)

Mini-LED: Hier kommen LEDs mit Größen zwischen 0,05 und 0,2 mm zum Einsatz. Tianma hat ein Modell entwickelt, das ohne Rand auskommt. Die Mini-LED-Anzeigen P0.47 sind weniger als 0,5 mm dick. Dank der Technik ist es möglich, beliebig viele Display-Kacheln aneinanderzufügen und damit beliebige Displaygrößen und Konfigurationen zu bauen. Die aktuelle Mini-LED bietet Vorteile in Bezug auf Helligkeit, Zuverlässigkeit und Lebensdauer. Das Kontrastverhältnis beträgt bis zu 1.000.000:1.

Mini-LED-Displays kommen auf HD-Großbilddisplays zum Einsatz. Beispielsweise IT-bezogene Monitore, High-End-Kino, medizinische Diagnostik, Werbedisplays oder VR/AR.

Displays im Fahrzeug: Hoher Kontrast und angepasst Formen

Displays im Fahrzeug müssen neben technischen Spezifikationen auch die Formensprache berücksichtigen. Das LTPS-Curve TED mit 28,5''.
Displays im Fahrzeug müssen neben technischen Spezifikationen auch die Formensprache berücksichtigen. Das LTPS-Curve TED mit 28,5''.
(Bild: Tianma)

Fahrzeug-Cockpit: Mit der Entwicklung von künstlicher Intelligenz und vernetzten Fahrzeugen befinden sich Automobildisplays in einer Phase rasanter Entwicklung. An der Schnittstelle zwischen Mensch und Fahrzeug werden sie dem Trend zu größeren Diagonalen, höherer Auflösung, mehr Interaktivität, Multi-Screen Anwendungen und Freiform Designs folgen.

Das großformatige hochauflösende LTPS-TED-Display (Touch Embedded Display) von Tianma mit einer Diagonalen von 28,5'' wurde für die Mensch-Maschine-Interaktion in fahrzeuginterne Systeme entwickelt. Es erweitert das normale CID (Center Information Display) um Cluster + CID oder CID + CDD (Co-Driver Display) als übergreifende Schnittstelle zwischen Mensch und Fahrzeug.

Eine futuristische Anmutung macht das T-Shape mit 15,6 und das LTPS mit Mini-LED-Backlight und 12,3''. Mit ihnen kommen Displays ins Fahrzeug, die eine hohe Bildqualität, hohen Kontrast, breiten Farbumfang und geringen Stromverbrauch bieten.

Das Display passt sich der Aktualisierungsrate an

Vergleich der Leistungsaufnahme bei Bildwiederholraten von 1 und 120 Hz beim HTD.
Vergleich der Leistungsaufnahme bei Bildwiederholraten von 1 und 120 Hz beim HTD.
(Bild: Tianma)

AM-OLED: Im Zeitalter des Internets und in jüngster Zeit mit dem Aufkommen der globalen Pandemie ist die Größe des Marktes für Displays gewachsen, während sich gleichzeitig die technischen Anforderungen rasant weiterentwickelt haben. Um die Nachfrage nach Entwicklungen mit wenig Energiebedarf besser erfüllen zu können, hat Tianma eine neue Generation Panel-Technologie entwickelt, die HTD- (Hybrid-TFT-Display-)Technologie. Sie passt die Bildschirmaktualisierungsrate dynamisch an.

Die Technologie kann je nach Anwendung die Bildwiederholfrequenz automatisch ändern und den dynamischen Aktualisierungsmodus mit sechs Frequenzen von 1 bis 120 Hz realisieren. Bei der Umschaltung verschiedener Frequenzmodi behält der Bildschirm immer einen optimierten Anzeigeeffekt ohne Flimmern. Erfüllt werden damit auch hohe Bildwiederholfrequenzen bei geringem Stromverbrauch. Bei einer Frequenz von 1 Hz reduziert sich der Stromverbrauch des Treibers um mehr als 40 Prozent im Vergleich zu 120 Hz. Die Leistungsaufnahme lässt sich zudem mit der MLP- (Micro-Lens-Panel-)Technologie verringern.

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Zu dieser Display-Familie gehören auch faltbare und flexible aufrollbare Displays.

Displays im medizinischen Umfeld

Für medizinische Anwendungen setzt Hersteller Tianma auf LC-Displays. Sie erreichen Auflösungen von bis zwölf Megapixel bei einem Kontrast von 2.200:1.
Für medizinische Anwendungen setzt Hersteller Tianma auf LC-Displays. Sie erreichen Auflösungen von bis zwölf Megapixel bei einem Kontrast von 2.200:1.
(Bild: Tianma)

Neben Automobil und Industrie kommen elektronische Displays in der Medizin zum Einsatz. Hier kommt es unter anderem auf eine hohe Auflösung und die damit verbundenen Detailtiefe an. Als Beispile stehen ein LC-Display mit einer Diagonalen von 30,9'' für intelligente Diagnosen mit einer Auflösung von zwölf Megapixel (4.200 x 2.800 Pixel) und einem Kontrastverhältnis von 2.200:1.

Das LC-Display bietet 10 Bit für hohe Graustufen, die sich anpassen lassen. Das angezeigte Bild wirkt auf den Betrachter glatter und detaillierter. Somit wird das Graustufenbild mit der höchsten Stufe vom Arzt oder Techniker vollständig sehr detailgenau angezeigt. Darüber hinaus ist es für den erforderlichen Diagnose- und Vergleichsprozess von Geweben hilfreich, einschließlich subtiler Unterschiede bei den Graustufen von sehr kleinem und frühem Fokusgewebe.

Haushaltsgeräte und industrielle Steuerung

Die Smart-Module mit 7,8'' sind für Haushaltsgeräte und industrielle Steuerungen ausgelegt.
Die Smart-Module mit 7,8'' sind für Haushaltsgeräte und industrielle Steuerungen ausgelegt.
(Bild: Tianma)

Die Smart-Moduls mit einer Diagonalen von 7,8'' sind sie speziell für Haushaltsgeräte oder industrielle Steuerungsterminals ausgelegt. Es integriert ein LC-Display, Touch, Mikrocontroller-Steuerung, Netzwerkmodul und umfangreiche Schnittstellen. Die Benutzeroberfläche und andere Funktionen lassen sich an die Kundenanforderungen anpassen. Vor allem für schnelle Produktdesigns mit integriertem Display bietet sich die Smart-Module an.

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