Robotik und künstliche Intelligenz Bayern investiert 4,7 Mio. Euro in TUM Campus Geriatronik

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Der Freistaat Bayern investiert 2023 4,7 Mio. Euro sowie in 14 Stellen für den TUM Campus Geriatronik in Garmisch-Partenkirchen. Geforscht soll am Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz bei der Pflege älterer Menschen.

Das Labor mit Pflegeroboter Garmi im Forschungszentrum Geriatronik in Garmisch-Partenkirchen. Der Freistaat Bayern investiert 2023 4.7 Mio. Euro für die Forschung zum Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz (KI) bei der Pflege älterer Menschen.
Das Labor mit Pflegeroboter Garmi im Forschungszentrum Geriatronik in Garmisch-Partenkirchen. Der Freistaat Bayern investiert 2023 4.7 Mio. Euro für die Forschung zum Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz (KI) bei der Pflege älterer Menschen.
(Bild: Andreas Heddergott / TU Muenchen)

Pflege ist teuer und immer mehr Menschen in Deutschland sind auf Pflege angewiesen. Laut Statistischem Bundesamt hatten Ende letzten Jahres fast fünf Millionen Menschen, die Mehrheit von ihnen Frauen, Anspruch auf Leistungen nach dem Pflegeversicherungsgesetz.

Wenn Menschen in Pflegeberufen fehlen, dann können Roboter die dringend notwendige Pflege übernehmen? Ganz so einfach ist es nicht. Pflegeroboter sollen als Assistenten arbeiten für die Pflegekräfte arbeiten. Das sagt auch Sami Haddadin. Er ist Professor für Robotik und Systemintelligenz an der TU München.

„Es geht explizit nicht um Roboter als Pflegeersatz, sondern um Pflegeassistenz. Wir nennen das: Geriatronik. Damit ist der Einsatz von Robotik, Mechatronik und Künstlicher Intelligenz in der Lebensgestaltung und Versorgung älterer Menschen gemeint. Es pflegen nicht die Roboter, sondern die Pflegekräfte – und zwar unterstützt von Robotern“, sagt Haddadin.

Bayern investiert 4,74. Mio. Euro in Robotik und KI

Die Freude am TUM Campus für Geriatronik in Garmisch-Partenkirchen und die KI-Mission Robo.Care ist groß. Die bayerische Staatsregierung hat in ihrem Haushaltsentwurf 2023 rund 4,74 Mio. Euro für Forschung zum Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz (KI) bei der Pflege älterer Menschen vorgesehen. Zudem soll ein neuer Masterstudiengang für Geriatronik etabliert werden.

Zu dem Gesamtvorhaben gehören eine Sonderforschungszone für Geriatronik und Healthcare-Robotik sowie die KI-Mission Robo.Care, die künstliche Intelligenz in der Pflege voranbringen soll. Zusammen mit Partnern aus Pflege und Gesundheit hat sich die TUM vorgenommen, in einem gemeinsamen Campus Pflege, Bildung und Forschung und die Weiterentwicklung zentraler Kl-Robotik-Technologien hin zu alltagstauglichen Anwendungen miteinander zu verbinden.

Technische Robotik und KI

So wird auf einer 25.000 Quadratmeter großen Fläche ein von der Caritas betriebenes Pflegezentrum entstehen, in dem auch eine Sozialstation, betreutes Wohnen und ein breites Spektrum an Pflegedienstleistungen untergebracht werden. Damit verknüpft wird ein Bildungszentrum, in dem die technischen Robotik- und KI-Entwicklungen aufgegriffen und Pflegekräfte ausgebildet werden. Im Innovation Space Geriatronics der TUM sollen zudem Start-ups entstehen, die technische Innovationen als Produkte in den Alltag bringen.

Elite der Roboter-Forschung

„Mit 14 zusätzlichen Stellen und rund 4,7 Mio. Euro Sachmittel allein im Haushaltsentwurf 2023 startet Bayern ein Musterprojekt für Deutschland und die Welt. Aus Hightech wird Lebensqualität. Wir bringen Geriatrie und Robotik zusammen. Hier findet Hightech-Forschung im Dienst des Patienten statt – ein Musterfall, wie Technik dem Menschen dient. Lehre, Forschung und Anwendung von KI werden in einzigartiger Weise kombiniert. Wir wollen die Elite der Robotik-Forscherinnen und -Forscher nach Garmisch-Partenkirchen holen“, sagt Wissenschaftsminister Markus Blume während bei einem Besuch in Garmisch-Partenkirchen.

Experimentierfeld für Pflegerobotik

Positiv gestimmt ist auch MIRMI-Direktor Prof. Sami Haddadin: „Wir werden in Garmisch-Partenkirchen ein einzigartiges Experimentierfeld für die Spitzenforschung und -entwicklung der Robotik für die Pflege und Gesundheit etablieren und damit internationale Standards setzen.“

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