Arduino präsentiert mit Arduino Ventuno Q eine neue Liga der Entwicklerplattform: Top-Leistung und -Funktionsumfang für knapp 300 US-Dollar: Kein Schnäppchen, aber eine neue Open-Source-, Physical-AI-fähige Dual-Brain-Plattform mit Qualcomms Dragonwing-IQ-8-Prozessor. Eine Kampfansage an Raspberry Pi.
Arduino Ventuno Q: Arduinos neue KI-Entwicklerplattform adressiert die Industrie.
(Bild: Arduino)
Der Arduino Ventuno Q befähigt Entwickler, intelligente Lösungen zu entwickeln, die nicht nur „denken“, sondern die physische Welt aktiv gestalten, indem sie die Barriere zwischen Hochleistungsrechnen und Echtzeit-Aktionismus durchbricht.
KI ist nicht mehr abstrakt – sie hält Einzug in die physische Welt. In Fabriken, landwirtschaftlichen Betriebe, im Klassenzimmer und in Infrastruktur. Wenn KI physisch wird, gestalten diejenigen, die sie entwickeln können, ihre Zukunft. Der Rest konsumiert sie.
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Die eigentliche Frage ist nicht, wie leistungsfähig KI werden wird. Die Frage ist, wer die Macht haben wird, mit ihr zu arbeiten. Zudem gewinne, so Arduino, die Hardware wieder an Bedeutung, wenn die Intelligenz näher an die physische Welt rückt.
Arduino Uno Q: Die physische Welt aktiv gestalten
Das Ziel von Arduino/Qualcomm ist, die physische Welt aktiv zu gestalten und neben ambitionierten Makern vermehrt Entwickler und die Industrie zu adressieren. Der Einstieg in diese Welt erfolgte bereits letzten Oktober mit der Präsentation des Arduino Uno Q am Tag der Übernahme Arduinos durch Quantum.
Der Arduino Uno Q ist das erste „Dual-Brain“-Board von Arduino/Quantum mit Qualcomms MPU Dragonwing QRB2210 (Quad-Core Arm Cortex-A53 mit 2.0 GHz mit Adreno GPU 3D Graphics Accelerator) und der MCU STM32U585 (Arm Cortex-M33 mit bis zu 160 MHz Takt, 2 MB Flash-Speicher und 786 KB SRAM) für Echtzeit-Intelligenz, Edge-KI und Vibe-Coding.
Mit seiner Kombination aus Hochleistungsrechner und Steuerung sowie der zahlreichen Arduino-Apps und -Bricks positionierte sich der Arduino UNO Q nicht nur für Maker, sondern auch für Industrieanwendungen an der Edge und in der Automatisierung sein. Zudem war der Arduino Uno Q, erhältlich ab rund 45 Euro eine Kampfansage an Raspberry Pi.
Neues Flaggschiff Arduino Ventuno Q: bringt KI an die Edge
KI-gestützte Entwicklung wird allgegenwärtig. Gefordert sind Produkte mit einfachem Einstieg, aber einer Skalierbarkeit bis hin zum professionellen Einsatz. Arduino will hier mitmischen und präsentiert mit Quantum eine neue Liga, den Arduino Ventuno Q – eine High-End-Entwicklerplattform, für knapp 300 US-Dollar aber auch zu einem High-End-Preis (verfügbar ab 2. Quartal 2026).
Arduino Ventuno Q basiert auf Qualcomms Dragonwing IQ-8275 für rechenintensive Geräte mit einer KI-Leistung in Industriequalität von bis zu 40 TOPS, einer Octa-Core-Kryo-CPU, einer Adreno-GPU und einem fortschrittlichen Hexagon-Tensor-Prozessor. Arduino Ventuno Q unterstützt bis zu 12 Kameras gleichzeitig und zahlreiche Schnittstellen – allesamt entwickelt für anspruchsvolle Edge-Intelligenz.
Die MCU und FPU STM32H5 verfügt über einen 250-MHz-Arm-Cortex-M33-Kern mit großzügigem On-Chip-Speicher, schneller deterministischer E/A und mehreren CAN-FD-Schnittstellen für robuste Motorsteuerung, Sensorik und Aktorik. STM32H5 M liefert die Echtzeit-Reaktionsfähigkeit, die Ventuno Q benötigt, um komplexe Bewegungen, Robotik-Loops und präzise Hardware-Koordination zu steuern.
Ventuno Q wurde für bildintensive Anwendungen entwickelt und verfügt über mehrere 4-Lane-MIPI-CSI-Eingänge mit hoher Bandbreite, die umfangreiche Multi-Kamera-Pipelines ermöglichen. Die Unterstützung von MIPI-DSI-Displays und dedizierte Audio-Schnittstellen über Hochgeschwindigkeits-Header ergänzen diese Bildverarbeitungsfunktionen für vollständig interaktive KI-Erlebnisse.
Für schnelle Produktrealisierungen sorgt die schier unermessliche Anzahl an Arduino Uno Shields und Carriers bis hin zu HATs von Drittanbietern, von Modulino bis hin zu Qwiic-Modulen und Raspberry Pi, dank des 40-Pin-RPi-Headers onboard. Damit ist der Ventuno Q eine der flexibelsten Plattformen.
Arduino Ventuno Q unterstützte KI-Modelle
Computer Vision: Beispiele hierfür sind YOLO MobileNet und Efficient Net etwa für bildverarbeitungsgesteuerte Robotik und automatisierte Inspektionen.
Sprache und Audio: etwa Sprache-zu-Text, Text-zu-Sprache und Schlüsselworterkennung beispielsweise für Offline-Sprachassistenten und freihändige Maschinenschnittstellen.
Sprachmodelle wie LLM-Assistenten, etwa Qwen oder von Llama abgeleitete Modelle für lokale Entscheidungsagenten, die Sensordaten interpretieren und Bediener unterstützen.
Sensorintelligenz: Zum Beispiel Anomalieerkennung und Zeitreihenmodelle für vorausschauende Wartung und industrielle Überwachung.
Software: Arduino App Lab und Linux
Eng verbunden mit dem Arduino Ventuno Q ist die Arduino App Lab, eine einheitliche Entwicklungsumgebung, eingeführt mit dem Arduino UNO Q. Denn moderne Embedded-Anwendungen erfordern mehr als einfache Mikrocontroller-Skizzen. Sie erfordern Echtzeit-Hardwaresteuerung in Kombination mit Intelligenz – Computer Vision, KI-Inferenz, Cloud-Konnektivität und Orchestrierungslogik. Die Arduino App Lab schließt diese Lücke auf der Uno Q-Plattform. Sie bietet etwa einen einfachen Zugriff auf KI-Modelle und Roboter-Frameworks, nahtlose Integration mit Echtzeitsteuerung, vertraute Arduino-Formfaktoren und entwicklerfreundliche Schnittstellen.
Arduino Ventuno Q unterstützt zudem mehrere Linux-Versionen, etwa:
Ubuntu Linux: Vorhersehbare LTS-Release-Zyklen vereinfachen die langfristige Planung und Upgrade-Strategien. Ein reichhaltiges Ökosystem und umfangreiche Tools bieten schnellen Zugriff auf aktualisierte Pakete und Entwicklerressourcen.
Debian Linux: Umfassender Upstream-Support. Entwicklerfreundlich, mit effizientem Footprint und höchster Kernel-Stabilität.
Arduino Ventuno Q: Technische Daten im Detail
Dragonwing IQ-82z75
16 GB LPDDDR5-RAM
64 GB eMMC
WiFi, Bluetooth
USB-C (PD), 2 x USB-A
HDMI, 3 x MIPI-CSI
M.2 NVME, 3 x CAN-PD
40-Pin-Header (Raspberry Pi)
Anwendungen
Zu den Hauptanwendungen gehören AMRs (Autonome Mobile Roboter) und bildverarbeitungsgesteuerte Robotik, Echtzeit-Sprachübersetzung und Offline-Sprachassistenten, berührungslose Interaktionskioske, Edge-Verkehrsüberwachung und bildbasierende Bestandsüberwachung und industrielle Inspektion, bei der Bildverarbeitungsmodelle Fehler erkennen und automatisierte Reaktionen auslösen. (mk)
Stand: 08.12.2025
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