Service-Roboter Care-O-bot Wenn die Reinigungsroboter das Büro putzen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

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Der Service-Roboter Care-O-bot soll künfitg auch das Büro sauber halten und Papierkörbe leeren.
Der Service-Roboter Care-O-bot soll künfitg auch das Büro sauber halten und Papierkörbe leeren.
(Fraunhofer IPA)

Jeden Abend nach Büroschluss kommen sie vorgefahen, reinigen die Büros und leeren die Papierkörbe. Die Rede ist von Robotern, die für die gewerbliche Reinigung eingesetzt werden können. Wissenschaftler am Fraunhofer IPA entwickeln dafür im Verbundprojekt „Plug & Play für Automatisierungssysteme“ (AutoPnP) die notwendige Steuerungssoftware. Bei der professionellen Gebäudereinigung entfallen 70 Prozent der Arbeiten darauf, Böden sauber zu machen und Abfälle zu entsorgen. Für die automatisierte Umsetzung dieser Aufgaben wurde der Roboterassistent „Care-O-bot 3“ entwickelt. Der mobile Robo-Butler soll gewerblich genutzte Innenräume wie Büros selbstständig reinigen.

Der Roboter im Einsatz

Roboter reinigt Fußböden reinigen und leert Papierkörbe

Neben dieser und weiteren Anwendungen der Servicerobotik wird im Verbund projekt AutoPnP eine modulare Softwarearchitektur entwickelt. Dadurch lassen sich die einzelnen Hard- und Softwarekomponenten mit geringem Aufwand von einem Robotersystem zum anderen übertragen. Fußböden reinigen und Papierkörbe leeren. Bei der täglichen Fußbodenreinigung sucht der Roboter Büroräume nach eventuellen Verschmutzungen ab, die mit einem Reinigungsgerät entfernt werden. Dabei fährt er zunächst autonom durch offenstehende Büros und inspiziert die Fußbodenflächen. Verschmutzungen werden dabei automatisch erkannt, kartiert und dann vom Roboter gereinigt.

Auf Basis von Algorithmen zur Klassifizierung von Objekten kann der Roboter zudem Papierkörbe erkennen. Durch die visuelle Prüfung des Füllstands können diejenigen Papierkörbe identifiziert werden, die der Roboter mit seinem Arm greifen und in einen Sammelbehälter entleeren soll. Damit die entwickelten Lösungen den Anforderungen der Praxis gerecht werden, findet die Umsetzung in enger Kooperation mit dem Reinigungsspezialisten Dussmann statt. Als Demonstrationshardware wird der am Fraunhofer IPA entwickelte Serviceroboter Care-O-bot 3 eingesetzt und weiterentwickelt.

„Auf Basis der modularen Softwarestruktur ist es mittelfristig auch möglich, die konzipierte Lösung auf eine speziell für dieses Einsatzfeld angepasste und damit entsprechend kostengünstige Roboterplattform zu übertragen“, sagt Richard Bormann, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Roboterund Assistenzsysteme. „Im Dezember fanden in Berlin die ersten Anwendertests mit dem Demonstrator bei Dussmann statt, welche die Umsetzbarkeit solcher Reinigungsanwendungen mit dem heutigen Stand der Technik erfolgreich demonstrierten“, erzählt Bormann abschließend.

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