Elektronikgeschichte Vor 125 Jahren wies Heinrich Hertz elektromagnetische Wellen nach

Redakteur: Kristin Rinortner

Heute nutzt die ganze Welt elektromagnetische Wellen um zu kommunizieren. Den grundlegenden physikalischen Effekt, der die drahtlose Datenübertragung ermöglicht, entdeckte Heinrich Hertz. 1886 war es dem Physiker an der damaligen Technischen Hochschule Karlsruhe erstmals gelungen, elektromagnetische Wellen vom Sender zu einem Empfänger zu übertragen.

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Elektromagnetische Wellen: Heinrich Hertz hat vor 125 Jahren seine Forschungsarbeit über die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen publiziert.
Elektromagnetische Wellen: Heinrich Hertz hat vor 125 Jahren seine Forschungsarbeit über die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen publiziert.
(Bild: Frank Hügle für Stadtmarketing Karlsruhe GmbH)

In seinem Experiment nutzte Hertz als Sender eine Kugel-Funkenstrecke in einem schwingenden elektromagnetischen Dipol. Als Empfänger diente ihm ein geschlitzter Drahtring. Immer wenn am Sender ein Überschlag stattfand, waren auch am Empfänger Funken zu beobachten. Der Beweis für die Existenz elektromagnetischer Wellen war geglückt.

Am 13. Dezember 1888, vor 125 Jahren, veröffentliche Hertz die Abhandlung „Über Strahlen elektrischer Kraft“ und gab damit die Ergebnisse seiner Karlsruher Experimente der Weltöffentlichkeit bekannt. In der Abhandlung wies Hertz nach, dass sich Lichtwellen wie elektromagnetische Wellen verhalten und sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Damit gilt Hertz als Begründer der Hochfrequenz- und Funktechnik, die von Guglielmo Marconi, Alexander Popow und Ferdinand Braun weiterentwickelt und angewandt wurde.

„Heinrich Hertz war sowohl als Theoretiker wie auch als Experimentalphysiker eine außergewöhnliche Persönlichkeit und war dazu im Auftreten höchst bescheiden“, erklärt Volker Krebs, emeritierter Professor am KIT und Vorsitzender der Heinrich-Hertz-Gesellschaft. Dem Physiker, der zwischen 1885 und 1889 in Karlsruhe forschte und lehrte, ging es vor allem darum, grundlegende Zusammenhänge zu verstehen. In seiner Arbeit verband er verschiedene Forschungsbereiche. Nach Heinrich Hertz ist auch das Hertz (Hz) als Maßeinheit der Frequenz benannt.

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