Drahtlose Kommunikation 5G und 6G sollen im medizinischen Umfeld nutzbar werden

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Im Rahmen einer Partnerschaft für die digitale Medizin wollen das Fraunhofer-Heinrich-Hertz-Institut und die Charité Berlin enger zusammenarbeiten. Der Fokus liegt auf den Mobilfunkstandards 5G und 6G für digitale Diagnostik und robotergestützte Therapie.

V.l.n.r.: Prof. Dr. Heyo K. Kroemer und Prof. Dr. Thomas Wiegand bei  Absichtserklärungsunterzeichnung zwischen dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut sowie der Charitè Berlin. (Bild:  Fraunhofer HHI)
V.l.n.r.: Prof. Dr. Heyo K. Kroemer und Prof. Dr. Thomas Wiegand bei Absichtserklärungsunterzeichnung zwischen dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut sowie der Charitè Berlin.
(Bild: Fraunhofer HHI)

In Anbetracht der schnell voranschreitenden technologischen Entwicklungen kooperieren die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI), um die Grundlagen der drahtlosen Kommunikationstechnologie in der Medizin weiterzuentwickeln. Diese strategische Partnerschaft zielt darauf ab, 5G und 6G im medizinischen Umfeld zu erproben und nutzbar zu machen.

Elektronikentwickler sind eingeladen, ihre Expertise in der Entwicklung von Komponenten und Systemen einzubringen, die speziell für hochmoderne medizinische Anwendungen gedacht sind. Die Kooperation fokussiert sich auf die Schaffung effizienter Kommunikationslösungen, die nicht nur die digitalisierte Diagnostik und Therapie unterstützen, sondern auch den Weg für zukünftige Innovationen in der patientenzentrierten Medizin ebnen.

Telemedizin, mobile Diagnostik und KI-gestützte Assistenzsysteme

Durch den Einsatz von 5G und 6G werden automatisierte Prozesse und bessere Ressourcenverteilung in klinischen Anwendungen ermöglicht. Entwickler bekommen die Möglichkeit, Komponenten für Telemedizin, mobile Diagnostik und KI-gestützte Assistenzsysteme zu gestalten, die eine wesentliche Verbesserung der medizinischen Versorgung darstellen können.

„Die Digitalisierung spielt eine Schlüsselrolle, um den wachsenden Herausforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen“, betont Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité. „Wenn wir moderne Kommunikationstechnologien in den Klinikalltag integrieren, eröffnet das neue Möglichkeiten für Diagnostik, Therapie und Versorgungsprozesse, von denen unsere Patienten unmittelbar profitieren.“

Das Fraunhofer HHI, das auf nationaler und europäischer Ebene maßgeblich an der 6G-Forschung beteiligt ist, bringt seine umfassende Expertise hinsichtlich drahtloser Kommunikationstechnologien und als Koordinator des „6G-RIC Research and Innovation Cluster“ in die klinische Anwendung ein: „Die Zusammenarbeit mit der Charité ermöglicht es uns, modernste Kommunikationstechnologien wie 5G und 6G gezielt im medizinischen Umfeld zu erproben und weiterzuentwickeln. Gemeinsam schaffen wir ein Innovationsökosystem, das nicht nur die Forschung vorantreibt, sondern auch konkrete Lösungen für eine patientenzentrierte Medizin der Zukunft liefert“, sagt Prof. Slawomir Stanczak, Leiter der Abteilung Drahtlose Kommunikation und Netze am Fraunhofer HHI.

Stärkung des Standorts Berlin

Im Rahmen der Kooperation sollen zudem Ausgründungen in Hightech-Bereichen gefördert werden, um die Entwicklungen aus der Theorie in die Praxis zu überführen. Als weiterer Bestandteil der Zusammenarbeit ist die aktive Nachwuchsförderung geplant. Der Gesundheits- und Wissenschaftsstandort Berlin bringt dafür beste Voraussetzungen mit: In den letzten Jahren hat er sich als Zentrum für 5G- und Gesundheitsforschung etabliert – nun soll daraus ein starkes Netzwerk für die digitale Medizin von morgen entstehen. (heh)

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