Europäisches Patentamt Öffentliche Forschung gehört zu Europas und Deutschlands größten Stärken

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Das Europäische Patentamt berichtet im Rahmen einer Studie, dass Deutschland im Hinblick auf Patentaktivitäten öffentlicher Forschungseinrichtungen eine führende Rolle einnimmt. Zwischen 2001 und 2020 entfielen fast 30 Prozent der entsprechenden EU-Patente auf Deutschland.

In fast 20 Jahren haben europäische öffentliche Forschungseinrichtungen mit fast 63.000 Patentanmeldungen geglänzt.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
In fast 20 Jahren haben europäische öffentliche Forschungseinrichtungen mit fast 63.000 Patentanmeldungen geglänzt.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Sobald über die deutsche Industrie gesprochen wird, wird oft hervorgehoben, wie innovativ sie ist. Und das zu Recht! Denn wie das Europäische Patentamt EPA im Rahmen einer Analyse herausgefunden hat, gehört Deutschland zu den europäischen Spitzenreitern bei der öffentlichen Forschung - zumindest mit Blick auf die angemeldeten Patente.

Öffentliche Forschungseinrichtungen aus Europa haben in den zwei Dekaden zwischen 2001 und 2020 mit fast 63.000 Patentanmeldungen überzeugt – das entspricht laut der EPA-Analyse rund 5 Prozent aller europäischen Patente. Mit 18.276 Anmeldungen liegt Deutschland auf Rang 2 hinter Frankreich und stellt damit rund 30 Prozent der PRO-bezogenen Patente des Kontinents. PRO steht für öffentliche Forschungseinrichtungen.

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Forschende Gesellschaften und Krankenhäuser

Innerhalb Deutschlands führen gemessen an den vorliegenden Daten die Fraunhofer-Gesellschaft (7.852 Patente), die Max-Planck-Gesellschaft (2.195) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, 1.046) die Liste der aktivsten Forschungseinrichtungen an. Diese Organisationen bilden den Kern der deutschen Innovationslandschaft in Feldern wie Biotechnologie, Energie, Halbleiter und Luft- und Raumfahrt.

Auch europäische Forschungskrankenhäuser spielen eine wachsende Rolle: Sie waren zwischen 2001 und 2020 an mehr als 17.400 Patentanmeldungen beteiligt. Deutschland liegt hier mit 2.858 Patenten auf Platz 2 in Europa; besonders aktiv sind das Universitätsklinikum Heidelberg, die Charité Berlin und das Universitätsklinikum Freiburg.

Zudem zeigt die Studie, dass Start-ups mit Forschungsbezug zunehmend zu wirtschaftlichen Multiplikatoren werden. Mehr als 2.800 europäische Start-ups mit Patenten sind auf Universitäten oder öffentliche Forschungseinrichtungen zurückzuführen – allein 398 davon stammen aus Deutschland. Die meisten sind in der Gesundheitstechnologie (rund 50 %), Energie (11 %) und Computerhardware (8,5 %) aktiv. (sb)

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