Sechs neue Fabs außerhalb von Arizona? TSMC prüft zweiten US-Standort in Texas

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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TSMC prüft laut mehreren Berichten einen weiteren US-Standort. Im Großraum von Dallas im US-Bundesstaat Textas könnten bis zu sechs neue Chipfabriken entstehen.

US-Hauptquartier von TSMC in Arizona: Wie aus verschiedenen Medienberichten hervorgeht, plant der weltgrößte Auftragshersteller von Halbleitern womöglich, bis zu sechs weitere Fabs im US-Bundesstaat Texas zu errichten. (Bild:  TSMC)
US-Hauptquartier von TSMC in Arizona: Wie aus verschiedenen Medienberichten hervorgeht, plant der weltgrößte Auftragshersteller von Halbleitern womöglich, bis zu sechs weitere Fabs im US-Bundesstaat Texas zu errichten.
(Bild: TSMC)

Der taiwanische Halbleiter-Auftragsfertiger TSMC prüft eine weitere große Investition in den USA. Neben dem bereits stark ausgebauten Standort im Bundesstaat Arizona könnte ein zweiter Fertigungskomplex in Texas entstehen. Reuters zufolge bestätigten zwei mit den Überlegungen vertraute Personen, dass TSMC eine mögliche Investition in dem Bundesstaat bewertet. Die Pläne seien allerdings noch nicht abgeschlossen.

Taiwanische Medien hatten zuvor unter Berufung auf Quellen aus der Halbleiter- und Zulieferindustrie berichtet, TSMC erwäge im Großraum Dallas den Aufbau eines zweiten US-Campus mit bis zu sechs modernen Chipfabriken. Eine endgültige Standortentscheidung soll noch nicht gefallen sein. TSMC selbst hat die Berichte bislang nicht offiziell bestätigt.

Milliardeninvestitionen in den USA

In Arizona hat TSMC bereits Investitionen von insgesamt 265 Milliarden US-Dollar zugesagt. Dort sollen nach aktueller Planung zwölf Produktions- und Advanced-Packaging-Anlagen sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum entstehen. Die erste Ausbaustufe produziert bereits Chips, weitere Anlagen befinden sich im Bau oder sind für die kommenden Jahre vorgesehen.

Ein zusätzlicher Standort in Texas könnte ähnlich hohe oder sogar höhere Investitionen erfordern. Taiwanische Branchenberichte gehen davon aus, dass dort künftig modernere Fertigungsprozesse eingesetzt werden könnten, deren Aufbau besonders kapitalintensiv ist. Konkrete Angaben zu Investitionssumme, Zeitplan oder eingesetzten Fertigungstechnologien gibt es bislang jedoch nicht.

Texas bietet etabliertes Halbleiterumfeld

Für Texas spricht die bereits vorhandene Halbleiterindustrie. Im Bundesstaat betreiben unter anderem Texas Instruments und Samsung große Standorte, hinzu kommt ein breites Netz an Zulieferern. Der Großraum Dallas gilt deshalb als etablierter Technologiestandort. Vergleichsweise niedrige Steuern, verfügbare Energie und mehrere Hochschulen mit Halbleiter- und Ingenieursprogrammen könnten den Standort zusätzlich attraktiv machen.

Hinter dem Ausbau der US-Fertigung stehen neben der Nähe zu wichtigen Kunden auch geopolitische und handelspolitische Faktoren. US-Unternehmen machen einen großen Teil des Geschäfts von TSMC aus, zugleich erhöhen mögliche Zölle den Druck auf Hersteller, mehr Kapazitäten in den Vereinigten Staaten aufzubauen. Auch begrenzte Flächen sowie Engpässe bei Wasser und Energie in Taiwan spielen bei der internationalen Expansion eine Rolle. Ob und in welchem Umfang TSMC tatsächlich in Texas baut, bleibt bis zu einer offiziellen Entscheidung des Unternehmens offen.(sg)

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