Universitätsmedizin Mannheim

Somatom Force ermöglicht CT-Diagnostik auch für sensible Patientengruppen

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Die Förderinitiative fordert eine strategische Kooperation zwischen Forschung und Wirtschaft und unterstützt damit den Aufbau von mittel- bis langfristigen Public Private Partnerships. Siemens Healthcare ist im Mannheimer Forschungscampus der wichtigste Partner aus der Industrie.

Ziel von M2OLIE ist die maßgeschneiderte Behandlung für Patienten mit Tumorerkrankungen. Konkret geht es darum, in einem geschlossenen Interventionszyklus einzelne Metastasen ausfindig zu machen, diese zu charakterisieren und gezielt minimal-invasiv unschädlich zu machen. Für jeden dieser Schritte wird der neue CT die diagnostischen Daten liefern, welche nach dem Transfer auf ein Roboter gestütztes System zur minimal-invasiven Tumorbehandlung (Artis zeego von Siemens) präzise genutzt werden können.

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Mit Somatom Force ist eine personalisierte Computertomographie möglich, die der speziellen Situation des einzelnen Patienten angepasst werden kann: Etwa eine ganz besonders geringe Kontrastmittelgabe bei einem älteren Patienten mit vorgeschädigten Nieren oder die niedrigst mögliche Strahlendosis speziell bei sehr jungen Patienten.

Auch bei der funktionalen CT-Bildgebung konnte die Dosis im Vergleich zu bisherigen Spitzen-Computertomographen halbiert werden. Diese Art der CT-Aufnahmen in der vierten – zeitlichen – Dimension erfassen neben der Morphologie auch die Funktion von Organen und Gefäßen und liefern damit zusätzliche Informationen, etwa über die Durchblutung und damit Vitalität von Primärtumoren und Metastasen.

Die Mannheimer Wissenschaftler konnten nämlich zeigen, dass die Durchblutung eines Tumors frühzeitig einen Hinweis darauf gibt, ob dieser auf die Behandlung mit neuartigen zielgerichteten Therapeutika anspricht. Die entsprechenden „Perfusionsparameter“ lassen sich mittels CT ermitteln. Sie liefern funktionelle Informationen, die für eine Therapieüberwachung verwendet werden können. Auf diese Weise lässt sich frühzeitig und präzise ausmachen, ob die Therapie beim Patienten wirkt oder nicht. So verliert der Patient nicht kostbare Zeit durch eine wirkungslose Behandlung und die häufig sehr teuren medikamentösen Therapien werden nur dann weiterverfolgt, wenn Sie dem Patienten tatsächlich nutzen.

Die CT-gestützte 4D-Bildgebung unterstützt außerdem die minimal-invasive Intervention im Körperinnern, die mittels Echtzeit-Bildgebung exakt positioniert werden kann. Zusätzlich kann das System auch für eine noch genauere OP-Planung eingesetzt werden.

„Dieser Computertomograph ändert wirklich unsere gesamte diagnostische CT-Welt durch mehr Sicherheit mit Reduktion der Kontrastmittelgabe und Strahlendosis sowie neuartige funktionelle Untersuchungstechniken“, so Professor Dr. Stefan Schönberg, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin und Mitglied des Lenkungsausschusses von M2OLIE, begeistert.

Die Medizintechnologie ist seit rund 10 Jahren einer der Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät Mannheim, unterstützt durch eine konsequente Berufungspolitik. Die Zusammenarbeit zwischen den an diesem Schwerpunkt beteiligten Wissenschaftlern der Universitätsmedizin Mannheim und Siemens ist eine starke, über Jahre gewachsene Partnerschaft. Sowohl im Bereich der Computertomographie (CT) als auch der Magnetresonanztomographie (MRT) ist die Mannheimer Uniklinik Referenzklinik für Siemens.

Bereits früher hat diese Kooperation dazu geführt, dass eine Neuentwicklung von Siemens, der MRT Magnetom Skyra, zuerst an der Universitätsmedizin Mannheim installiert wurde, um hier Hand in Hand mit den Wissenschaftlern vor Ort weiterentwickelt und optimiert zu werden. Dieses Konzept wird beim Somatom Force nun fortgesetzt.

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