Maschinensicherheit

Normgerechte Konzepte erfordern lokales Know-how

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China und Türkei: Ganz auf internationale Normen fokussiert

Internationale Normen vereinfachen den Marktzugang für alle Maschinenhersteller weltweit. Gleichzeitig begünstigt ein hoher Anteil internationaler Normen die Exportchancen der heimischen Maschinenhersteller. Schon das Grundkonzept jeder Maschine oder Anlage berücksichtigt diese Normen. Das verringert den Anpassungsaufwand an andere Märkt erheblich. Gerade exportorientierte Nationen wie China oder die Türkei gehen diesen Weg.

„Das Thema Maschinensicherheit gewinnt für chinesische Maschinenhersteller eine sehr hohe Bedeutung und sie haben sich sehr schnell auf die internationalen Normen eingestellt“, betont Guihua Ying, Safety-Specialist bei Bosch Rexroth in China. „Während sich viele Hersteller aber zunächst auf die asiatischen und afrikanischen Märkte konzentriert haben, fokussieren sie sich jetzt auch auf die mit Normen stark geregelten europäischen und amerikanischen Märkte.“ Hier unterstützen die chinesischen Safety-Specialists bei der Einhaltung der zusätzlichen regionalen Vorschriften.

Die Türkei setzt bei der Maschinensicherheit fast ausschließlich auf europäische und internationale Normen”, beschreibt Atilla Yavuz die Ausgangslage. Der Abteilungsleiter Entwicklung und Applikation von Bosch Rexroth in der Türkei sieht darin erhebliche Vorteile für den Maschinenbau. „Maschinenbau ist immerhin der zweitgrößte Industriesektor bei den türkischen Exporten”, betont Atilla Yavuz. Die internationale Ausrichtung der Normenlandschaft verringert den Anpassungsbedarf für die Ausfuhr in andere Länder. Mit Erfolg: Immerhin exportieren die fünf größten Maschinenhersteller der Türkei jeweils in mehr als einhundert Länder.

Andere große Märkte wie Indien stehen erst am Anfang und bauen derzeit ein Regelwerk für Maschinensicherheit auf.

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