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Stromfluß dem Eingangssignal anpassen

LEDs sind stromgetriebene Bauteile. Der Treiber sollte die Ausgangsspannung bei einem fest eingestellten Ausgangsstrom nachregeln können. So kann der an die ASMT-JN32-NVV01 von Avago angelegte Strom je nach Frequenz und Einschaltdauer bei 350 mA oder 700 mA Gleichstrom sowie bis zu 1000 mA Pulsstrom liegen.
Für eine langfristige Nachregelung der Helligkeit der LEDs oder zur Implementierung einer „intelligenten Straßenbeleuchtung“, dem so genannten Smart Street Lighting ist es möglich, den Strom mit dem LED-Treiber je nach Eingangssignal anzupassen. Mit „Smart Street Lighting“ lassen sich die Stromkosten noch weiter reduzieren.
So werden Straßen oder Gehwege nur dann mit der gesetzlich vorgeschriebenen Lichtmenge beleuchtet, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Ansonsten werden die Leuchten runtergefahren, wodurch zusätzlich die nächtliche „Lichtverschmutzung“ reduziert wird und Einwohner großer Städte die Möglichkeit gegeben wird, die Sterne zu sehen.
Weniger Stromkosten und mehr Lichtqualität
Die Installationskosten einer LED-Straßenbeleuchtung liegen derzeit noch über den Kosten für herkömmlicher Leuchten. Allerdings reduzieren sich die Gesamtkosten durch Stromeinsparungen während des Betriebs gegenüber herkömmlicher Straßenbeleuchtung. Bei der Einführung der LED-Beleuchtung spielt auch die Lichtqualität ein wichtige Rolle.
Obwohl fluoreszierende oder moderne Gasentladungslampen (HID) eine hohe Lichtausbeute bieten, können sich bei der Lichtqualität erhebliche Unterschiede im Vergleich zu neutralweißen Hochleistungs-LEDs ergeben.
Energieeinsparungen bis 50 Prozent im Jahr
Vergleicht man herkömmliche Straßenbeleuchtung mit LED-Straßenbeleuchtung, ergeben sich je nach verwendeter Technik und Alter der vorherigen Beleuchtungssysteme Energieeinsparungen zwischen 25 bis 50% pro Jahr. Selbst wenn die jährlichen Energieeinsparungen im ungünstigsten Fall nur 15% betragen würde, so amortisieren sich die Investitionen für LED Beleuchtungsanlagen in weniger als sieben Jahren.
Die Stromeinsparungen können sogar noch höher sein, wenn Gemeinden die „intelligente Straßenbeleuchtung“ einsetzen, bei der die Beleuchtung der Straßennutzung in Echtzeit angepasst und somit der Stromverbrauch auf ein Minimum gesenkt wird. Im Gegensatz zu fluoreszenten oder HID-Leuchten benötigen LEDs keine Aufwärmzeit und strahlen ihre volle Lichtmenge unmittelbar nach dem einschalten ab.
Neue EU-Richtlinie bis 2015
Weitere Einsparungen ergeben sich aus der langen Lebensdauer von LEDs. Mit LEDs betriebene Straßenlaternen dürfen als „wartungsfrei“ angesehen werden, da die LEDs langfristig langsamer altern und somit durchaus über einen Zeitraum von bis zu 60.000 Stunden betrieben werden können. Dabei behalten sie im Durchschnitt mehr als 70% ihrer ursprünglichen Lichtausbeute. Es fallen somit deutlich geringere regelmäßigen Wartungskosten an.
Weiterhin gilt es zu beachten, dass gemäß einer neuen Initiative der Europäischen Union (EU) ineffiziente oder umweltgefährdende Leuchtmittel allmählich aus dem Verkehr gezogen werden sollen. Diese Initiative betrifft auch Quecksilberdampflampen, obwohl diese Lampen auf Grund ihrer Aussendung von weißem Tageslicht gerne für Straßenlaternen in Wohngebieten verwendet werden. Diese Leuchtmittel sollen bis zum Jahr 2015 vom Markt genommen werden.
*Andreas Pohl, Field Application Engineer Solid-State Lighting, Avago Technologies Deutschland.
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