Lichtsteuerung Modulares Sensorsystem für die Gebäudeautomation

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Trilux hat eine eigene Sensortechnik entwickelt und ist damit zum Systemanbieter geworden. Damit komplettiert das Unternehmen das Portfolio für das Lichtmanagement. Das System reicht vom Zhaga-Standard bis zur Mikro-Integration.

In der IntuSens-Baureihe verschmelzen Form und Funktion zu einer neuen Sensorgeneration für die Gebäudeautomation.(Bild:  Trilux)
In der IntuSens-Baureihe verschmelzen Form und Funktion zu einer neuen Sensorgeneration für die Gebäudeautomation.
(Bild: Trilux)

Mit IntuSens bietet Trilux eine eigene Sensor-Anwendung und positioniert sich damit als Systemanbieter, der neben Leuchten und Lichtmanagement auch die entsprechende Sensorik entwickelt und fertigt. Die Entscheidung für eine eigene Sensor-Entwicklung folgt dem Trend zur stärkeren Integration verschiedener Gebäudetechnik-Komponenten.

Die Entwicklung konzentrierte sich auf die Vereinfachung der Inbetriebnahme, ein bekanntes Problem bei Sensor-Installationen. Sebastian Ludwig, Leiter des Competence Center Light Management, beschreibt den Ansatz: „Wir haben ein Bedienkonzept entwickelt, das ohne zusätzliche Tools oder Software auskommt.“

Die technische Lösung basiert auf einem Druckschalter-Interface an der Sensor-Vorderseite, über das Installateure direkte Icon-Auswahl für Parameter wie Abschaltzeit oder Helligkeitsschwellenwerte vornehmen. Eine integrierte LED-Anzeige visualisiert die aktuellen Werte numerisch. Die eigentliche Parameteränderung erfolgt über einen mechanischen Drehring am Sensor-Sockel. Dieses Konzept wurde als Patent angemeldet und gilt speziell für nicht-vernetzte Sensoren in kleineren Projekten.

Modulare Architektur für verschiedene Einbaufälle

Das IntuSens-System gliedert sich in fünf Grundkategorien, die unterschiedliche Montageszenarien abdecken. Stand-Alone Sensoren bieten eigenständige Gehäuse-Lösungen mit verschiedenen Kommunikationsoptionen - von einfachem Schalten über DALI-2 Broadcast bis zu vollvernetzten DALI-2 Input Devices und Bluetooth NLC-Varianten.

Für Industrieanwendungen entwickelte Trilux Sensoren mit Zhaga-Sockel, die Montagehöhen zwischen fünf und 18 Metern abdecken und IP66-Schutz bieten. Einbausensoren lassen sich in bestehende Trilux-Leuchten mit entsprechendem Gehäuse integrieren, während Mikrosensoren speziell für designorientierte Office-Anwendungen konzipiert wurden, beispielsweise für die Integration in Hänge- und Standleuchten der Luceos-Serie. Für Stromschienensysteme entwickelte das Unternehmen spezielle Funktionsmodule, die eine Integration ohne strukturelle Änderungen am bestehenden System ermöglichen.

Kommunikationsprotokolle und Systemintegration

IntuSens unterstützt verschiedene Kommunikationsstandards, abhängig von den jeweiligen Projektanforderungen. Das Spektrum reicht von DALI-Varianten bis zu Bluetooth NLC-Funklanwendungen. Diese Vielfalt ermöglicht die Integration in bestehende Gebäudemanagementsysteme verschiedener Hersteller.

Die Sensoren lassen sich projektspezifisch konfigurieren, sowohl bezüglich der Kommunikationsschnittstellen als auch hinsichtlich Montagehöhe und Erfassungsbereich. Neben rotationssymmetrischen Erfassungsmustern bietet das System ovale Detektionsbereiche für Korridore und ähnliche längliche Räume.

Produktionsstandort und Marktpositionierung

Trilux hat sich für eine Fertigung in Deutschland und Europa entschieden. CEO Hubertus Volmert begründet diese Entscheidung mit dem Anspruch, als ganzheitlicher Lösungsanbieter aufzutreten und gleichzeitig Kontrolle über die Produktionsqualität zu behalten.

Die Sensor-Familie lässt sich mit dem hauseigenen LiveLink Lichtmanagementsystem kombinieren. Durch offene Schnittstellen ist auch eine Integration mit Fremdsystemen möglich – eine Ausnahme bilden lediglich die Einbausensoren aufgrund ihrer spezifischen Bauweise.

Regulatorische Entwicklungen als Markttreiber

Die Entwicklung fällt zeitlich mit verschärften EU-Regulierungen zusammen. Die Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) muss von den EU-Mitgliedsstaaten bis Mai 2026 in nationales Recht überführt werden und macht Lichtmanagementsysteme in vielen Anwendungsbereichen verpflichtend. Ludwig sieht darin einen wesentlichen Markttreiber: „Lichtmanagement entwickelt sich vom optionalen Feature zur regulatorischen Anforderung.“ (heh)

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