Plug-and-Play für die Fertigung Siemens-Rechenzentrum erspart der Industrie den Aufbau eigener KI-Systeme

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Auf der Hannover Messe zeigt Siemens ein vorkonfiguriertes Rechenzentrum für Produktionsanlagen. Es bündelt Rechenleistung von Nvidia und IT-Sicherheit von Palo Alto Networks, um Unternehmen den langwierigen Aufbau eigener KI-Systeme zu ersparen.

Schlüsselfertiges Rechenzentrum für die Industrie: Das Industrial Automation Datacenter von Siemens.(Bild:  Siemens)
Schlüsselfertiges Rechenzentrum für die Industrie: Das Industrial Automation Datacenter von Siemens.
(Bild: Siemens)

Eine sichere Hardware-Umgebung aufzubauen, kostet viel Zeit und Geld. Allein Installation und Programmierung verschlingen bis zu 80 Stunden, dazu drohen Ausfälle durch inkompatible Technik. Um diese Hürden abzubauen, stellt Siemens auf der Hannover Messe 2026 die nächste Generation seines Industrial Automation Datacenter vor. Der Konzern liefert die Technik für die Produktion als schlüsselfertiges, vorinstalliertes System.

Die Basis der Plattform trennt klassische IT-Netzwerke über eine demilitarisierte Zone logisch von der Produktionstechnik. Das System virtualisiert Anwendungen und archiviert Daten. Um KI direkt an der Maschine – dem Edge – zu nutzen, kooperiert Siemens mit Nvidia. Deren Grafikprozessoren werten enorme Datenmengen in Echtzeit aus. So prüfen Kameras Bauteile optisch auf Fehler, warten Maschinen vorausschauend oder steuern den Materialfluss.

Datenströme live und ohne Verzögerung prüfen

Weil vernetzte KI-Anwendungen die Angriffsfläche vergrößern, greift Siemens auf Software von Palo Alto Networks zurück. Prisma Airs überwacht die Netzwerke und schützt sensible Produktionsdaten. Spezielle Datenprozessoren von Nvidia, die Bluefield-Chips, entlasten dabei das Hauptsystem. Sie kopieren den Datenverkehr und leiten ihn zur Analyse weiter.

Das System prüft die Ströme live, verändert die Pakete aber nicht. Das verhindert Verzögerungen bei der Steuerung der Maschinen und erspart den Daten den Umweg über eine externe Firewall. Die Schutzmechanismen laufen isoliert und stören die eigentlichen Produktionssysteme nicht.

Fernüberwachung schützt den laufenden Betrieb

Wer das System nicht selbst betreuen möchte, lagert die Überwachung komplett aus. Fachleute aus dem Siemens-Sicherheitszentrum prüfen die Kundenanlagen rund um die Uhr aus der Ferne. Sie warten die Systeme, spielen Updates ein und greifen bei Vorfällen sofort ein. Dieser Service deckt den gesamten Lebenszyklus des Rechenzentrums ab und schließt Bauteile anderer Hersteller ein. (mc)

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