Hybride Lichtsteuerung Wie DALI und Bluetooth Mesh zusammenfinden

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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LiveLink Bluetooth NLC Gateway vereint erstmals DALI- und Bluetooth-Mesh-Komponenten in einem einzigen Lichtmanagement-Netzwerk. Damit lässt sich die Beleuchtung vor allem in Bestandsgebäuden steuern und es gibt weniger Flickenteppiche.

Hybride Netzwerke: Mit dem LiveLink Bluetooth NLC Gateway lassen sich Funk- und DALI-Komponenten in einem Netzwerk vereinen. (Bild:  Trilux)
Hybride Netzwerke: Mit dem LiveLink Bluetooth NLC Gateway lassen sich Funk- und DALI-Komponenten in einem Netzwerk vereinen.
(Bild: Trilux)

Dreiadrige Leitungen im Altbau, fünfadrige Verkabelung im neuen Anbau. Das klingt in der Theorie nach einem kleinen technischen Detail, wird in der Praxis zum massiven Hindernis für modernes Lichtmanagement. Um eine einheitliche Lichtsteuerung über alle Gebäudebereiche zu erreichen, muss entweder aufwendig saniert werden oder man muss sich mit einem Flickwerk aus verschiedenen, nicht miteinander kommunizierenden Systemen begnügen. Gleichzeitig steigt der Druck durch verschärfte Energiestandards wie die Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) und Nachhaltigkeitszertifizierungen wie DGNB, BREEAM oder LEED. Gebäudebetreiber brauchen transparente, zentral steuerbare Lichtmanagementsysteme – aber die heterogene Infrastruktur macht genau das zum Problem.

Gateway sorgt für einheitliche Lichtsteuerung

Das LiveLink-System von Trilux ist jetzt um eine entscheidende Komponente breiter aufgestellt: LiveLink Bluetooth NLC Gateway verbindet klassische DALI-Steuerungen mit funkbasierten Bluetooth-Mesh-Komponenten in einem hybriden Netzwerk. „Durch viele projektspezifische Kundenwünsche und den engen Austausch mit dem Markt wissen wir sehr genau, worauf es in der Praxis ankommt“, erklärt Sebastian Ludwig, Leiter Competence Center Light Management bei Trilux. „Das neue Gateway ermöglicht erstmals eine einheitliche Lichtsteuerung über alle Gebäudebereiche hinweg – unabhängig davon, ob Bestand, Erweiterungsbau oder Neubau.“

Das Gateway agiert als Übersetzer zwischen zwei Welten: DALI-Komponenten in verkabelten Bereichen mit bestehender Infrastruktur bleiben über die bewährte Leitungstechnik angebunden, während Bluetooth-Mesh-Komponenten, die sich ideal für Nachrüstungen oder schwer verkabelbare Bereiche eignen, drahtlos kommunizieren. Beide Systeme werden über eine zentrale Benutzeroberfläche konfiguriert, verwaltet und gesteuert. Die Inbetriebnahme erfolgt komplett über die LiveLink ONE App und ohne dass verschiedene Software-Tools für unterschiedliche Gebäudebereiche nötig wären.

Daten an BACnet- und KNX-basierte Systeme

Die LiveLink ONE App wurde parallel weiterentwickelt und verfügt nun über eine standardisierte Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik. Bislang musste die Datenübergabe zwischen Beleuchtungsnetzwerk und Gebäudemanagementsystem für jedes Projekt individuell konfiguriert werden, was zeitaufwendig und fehleranfällig ist. Mit der neuen Schnittstelle lassen sich die Daten aus dem Beleuchtungsnetzwerk nun direkt und komfortabel an BACnet- und KNX-basierte Systeme übergeben.

Die Schnittstelle ist bidirektional: Das Beleuchtungsnetzwerk kann nicht nur Daten senden, etwa zu Energieverbrauch, Betriebsstunden oder Sensorwerten, sondern auch Steuerbefehle empfangen, beispielsweise für zentrale Szenarien wie Nachtabsenkung oder Brandfall. Damit integriert sich das Lichtmanagement nahtlos in übergeordnete Smart-Building-Konzepte.

Eigene PIR-Sensoren ohne Werkzeug montieren

Mit dem Launch der IntuSens-Baureihe erweitert Trilux sein Portfolio um eigene PIR-Sensoren und positioniert sich damit als ganzheitlicher Systempartner für Lichtmanagement und Smart-Lighting-Konzepte. Die neuen Sensoren zeichnen sich durch eine werkzeuglose Inbetriebnahme aus. Viele Varianten lassen sich komplett ohne Werkzeug montieren und konfigurieren. Die Baureihe umfasst fünf verschiedene Varianten: von der Stand-Alone-Deckenmontage über miniaturisierte Sensoren zur Integration in Trilux-Leuchten bis hin zu Zhaga-Sockel-Varianten für herstellerunabhängige Leuchten. Je nach Anwendung lassen sich die Montagehöhe – von Low-Bay bis High-Bay mit bis zu 18 Metern – und der Erfassungsbereich – ob rotationssymmetrisch oder oval – projektspezifisch wählen.

Die Entwicklung zeigt den nächsten Schritt im Lichtmanagement: weg von starren, herstellergebundenen Insellösungen, hin zu offenen, hybriden Systemen, die sich flexibel an unterschiedliche Gebäudestrukturen anpassen und nahtlos in übergeordnete Smart-Building-Architekturen integrieren lassen. (heh)

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